14.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Ortsbegehung beim CSU-Ortsverband Hammerweg Nicht auf Sankt-Nimmerleinstag vertrösten

CSU-Stadtrat Alois Lukas befürchtet, dass der städtische Baudezernent die Verlängerung der Fördermittelfrist zum Anlass nehmen könnte, das für Weiden so wichtige Wohnbauprojekt auf dem Turnerbund-Gelände auf die lange Bank zu schieben.

Die Christsozialen vom Hammerweg sind traditionell mit dem Fahrrad unterwegs zur Ortsbesichtigung. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Oliver Seidel habe schon angekündigt, die Zeit nutzen zu wollen, um das Grundstück auf etwaige Altlasten und weitere vorbereitende Maßnahmen hin zu prüfen. "Der Baudezernent redet von Zeit, die er hat", sagte Lukas bei einer Ortsbegehung am Samstag, zu der Nikola Vranjes vom Ortsverband Hammerweg eingeladen hatte. "Ich sehe das Projekt schon in einer Endlosschleife und dass sich in den nächsten zehn Jahren hier nichts tut." Lukas ist im Bauausschuss: "Das wird ohne Ende verzögert, und wir brauchen dringend Wohnungen." Vor allem hier biete sich die Gelegenheit zum Geschosswohnungsbau.

"Hier könnten wir eventuell auch den sozialen Wohnungsbau mit einbringen. Die entsprechende Masse hierfür wäre vorhanden." Natürlich müsse man schon auch darauf achten, dass aus dem Turnerbund-Grundstück kein Ghetto werde. "Ich denke da an 30 Prozent an sozialem Wohnungsbau." Das wäre auf jeden Fall eine bessere Lösung, als die des Bauamts, zwölf Wohneinheiten beim Stadtfriedhof zu errichten, sagt Lukas. Auch Stadtrat Hans Blum sah sich beim Friedhof-Projekt vonseiten der Verwaltung die Pistole auf die Brust gesetzt: "Da heißt es, die müssen unbedingt entstehen, weil man den Druck im Sozialwohnungsbau rausnehmen will." Blum: "Und hier beim Turnerbund? Da verzögert sich alles. Mir fehlt da jedes Verständnis für." Die Machbarkeitsstudie für das Hammerweg-Areal zeige sechs Vorschläge, betonte Lukas. "Von 140 Wohneinheiten bis 400." Er persönlich rechne mit 300 Wohnungen. "Die hätten leicht Platz." Gedanken mache man sich auch schon über die Zufahrtsstraße. "Die B 22 wird es nicht. Alternativ wäre eine Stichstraße zum Hammerweg möglich, was aber Komplikationen bringt, weil sie über Privatgrundstücke führen würde." Eine weitere Erschließungsmöglichkeit führe über die Tennisplätze. "Da müssten wir noch mit dem Verein reden."

Vranjes forderte als zweiten Schritt unbedingt ein Vereinsheim auf dem Gelände. Als Vorbild diente ihm das Museumscafé in Flossenbürg. Außerdem wünschte er sich eine beleuchtete Fußgängerquerung beim Netto. "Durch die neugestalteten Wohnungen und die Einkaufsmöglichkeiten herrscht hier doch reger Verkehr."

Der Ortsvorsitzende sprach sich für ein ausgebautes Radwegenetz aus. Der "Angebotsstreifen" sei die schlechteste Lösung, weil er zulasten der Parkplätze gehe. Stadtrat Hans Forster kritisierte Verunreinigungen der Naab bei der Grüngutablage hinter der Johann-Sebastian-Bach-Straße. "Ich könnte mir hier einen ein Meter hohen Zaun als Windschutz vorstellen."

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