27.04.2018 - 16:48 Uhr
Oberpfalz

Waldbrand auf dem Standortübungsplatz im Brandweiher-Gebiet Viel Futter fürs Feuer

Die Feuerwehr muss schwer kämpfen: Im Brandweiher-Gebiet brennt der Wald. Immer wieder fachen Windböen das Feuer an, treiben es weiter. Und es mangelt an Wasser zum Löschen.

Auf eine Fläche von rund 10 000 Quadratmetern erstreckt sich der Waldbrand auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr. Bilder: Masching (2)
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

(rg/jma) Gegen Mittag schrillen die Sirenen: Feuer in Weiden-West. Ein Löschtrupp ist zunächst an der falschen Adresse. Die Floriansjünger vermuten den Brand auf einem Firmengelände, brechen das Tor zum Areal auf. Und - Fehlanzeige. Tatsächlich qualmt es im angrenzenden Wald. Der gehört zum Standortübungsplatz der Bundeswehr. Immer wieder erschrecken die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten, weil Übungsmunition explodiert. Verlorene Munition könnte den Brand auch ausgelöst haben, mutmaßt Günther Burkhard von der Polizeiinspektion Neustadt. Oder aber eine Scherbe.

Das Feuer jedenfalls breitete sich vom Rand der Schotterstraße aus - rasend schnell, weil ein starker Wind wehte. Etwa 15 Feuerwehren mit mehr als 150 Mann rückten an. Und die haben unter Einsatzleitung des Parksteiner Kommandanten Tobias Plößner ihre liebe Mühe. Immer wieder facht der Wind das Feuer in den dichten Baumgruppen an. Auch die Wasserzufuhr bereitet große Probleme. Eine Quelle gibt es dort nicht. Kurzerhand wird ein "Pendelverkehr" eingerichtet. Landwirte helfen mit Güllefässern.

Nach über einer Stunde sind die größten Flammenherde gelöscht. Betroffen ist laut Kreisbrandinspektor Ulrich Kraus eine Fläche von rund 10 000 Quadratmetern - in etwa die Größe von eineinhalb Fußballplätzen. Noch mehrere Stunden dauert das Beseitigen von Glutnestern. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

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