Die Kino-Neustarts im Überblick
Superhelden-Fans sehen rot

Deadpool kehrt in einer Fortsetzung auf die Leinwand zurück. Wie immer präsentiert er sich witzig und knallhart. (Foto: Twentieth Century Fox)
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
16.05.2018
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Deadpool gehört wohl zu den ungewöhnlichsten Superhelden. Gerade deshalb schlug der erste Teil an der Kinokasse richtig ein. Nun erscheint die Fortsetzung. Sehenswert ist in jedem Fall „Wohne lieber ungewöhnlich“. Witzig, berührend, ungewöhnlich –  Nachbarland Frankreich macht einmal mehr vor, wie Komödien funktionieren.  

Die Filmstarts

„Deadpool 2“: Wade Wilson (Ryan Reynolds) alias „Deadpool“ ist ein ziemlich untypischer Superheld: Sein Anzug ist schäbig, seine Moral fragwürdig, seine Kampfkünste eher beschränkt. Was er aber gut kann: Witze über sich selbst reißen und sich überhaupt über alles lustig machen. Ein Rezept, das in der Marvel-Produktion „Deadpool“ gut aufging. 2016 spielte der Actionfilm weltweit über 750 Millionen Dollar ein. Nun kommt Teil zwei in die Kinos. Darin muss Wilson ein Kind mit besonderen Fähigkeiten retten - und gründet dafür mit mehreren anderen schrägen Superhelden eine Kampftruppe.
(Regie: David Leitch – Mit Ryan Reynolds, Josh Brolin, Zazie Beetz, Brianna Hildebrand und Morena Baccarin – FSK und Laufzeit o.A.) (dpa)



„Wohne lieber ungewöhnlich“: Bastien hat es satt. Der 13-Jährige und seine sechs Halbgeschwister werden ständig in Paris hin- und hergeschubst. Schließlich haben die Kinder insgesamt acht Erziehungsberechtigte. Mal sind sie bei der einen Mutter, dann bei dem anderen Vater. Ständig müssen sie ihre Sachen packen oder kurzfristig doch woanders übernachten als geplant. Damit soll Schluss sein. Die Geschwisterbande beschließt, heimlich in die leerstehende Riesenwohnung einer verstorbenen Großmutter zu ziehen. Zunächst fällt ihr Versteckspiel nicht auf. Als schließlich alles herauskommt, sind Mütter wie Väter außer sich. Trotzig versuchen die Kinder, ihren Traum von der eigenen WG durchzusetzen. Doch dann soll das Apartment verkauft werden - und das wilde Wohnprojekt steht plötzlich auf der Kippe.
(Regie: Gabriel Julien-Laferrière – Mit Julie Gayet, Thierry Neuvic und Julie Depardieu – 94 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)



„Nach einer wahren Geschichte“: Die Schriftstellerin Delphine (Emmanuelle Seigner) ist am Ende ihrer Kräfte. Obwohl ihr letztes Buch zum Bestseller avancierte, leidet sie unter einer schlimmen Schreibblockade. Ein Umstand, der auch mit dem Inhalt dieses Romans zusammenhängt. Darin geht es um das schwierige Verhältnis zu ihrer Familie, das ihr seit Kindheitstagen all ihre Kraft abverlangt. Eines Tages lernt sie zwischen Autogrammstunden und Interviews eine charmante Frau namens Elle (Eva Green) kennen. Für Delphine wird sie zu einer Art Muse, die sie zu immer neuen Gedankengängen inspiriert. Auch sonst steht Elle Delphine in allen Lebenslagen zur Seite, bis sie sich eines Tages sogar für sie ausgibt, um Delphine den Druck der Öffentlichkeit zu ersparen. Schließlich beginnt die Autorin, über Elle zu schreiben und scheint darin endlich das Thema für ihren nächsten Bestseller gefunden zu haben. Doch Elle hat ganz andere Pläne, die Delphine zu spät durchschaut.
(Regie: Roman Polanski – Mit Emmanuelle Seigner, Eva Green und Vincent Perez – 101 Minuten – frei ab 12 Jahren) (dpa)



„The Cleaners“: Wenn Gewalt und verstörende Inhalte nicht schnell genug aus Online-Netzwerken verschwinden, ist die Aufregung groß. Doch selten denkt jemand an die Armee von Menschen, die von Internet-Giganten beschäftigt werden, um die Fotos, Videos und Hasstiraden zu sichten und zu entfernen. Der Dokumentarfilm „The Cleaners“ gibt ihnen ein Gesicht – und setzt sich zugleich mit den Folgen breit angelegter Löschaktionen für die Gesellschaft auseinander.
(Regie: Moritz Riesewieck und Hans Block – 88 Minuten – FSK o.A.) (dpa)



„Maria by Callas“: Vor gut 40 Jahren starb die griechisch-amerikanische Opernsängerin Maria Callas. Ein französischer Dokumentarfilm lässt sie nun noch einmal persönlich zu Wort kommen. „Maria by Callas“ zeigt bisher unveröffentlichtes Videomaterial der legendären Sängerin aus einem Interview mit dem britischen Star-Journalisten David Frost. Callas gab das Interview 1970 – es wurde aber nie gesendet. In dem Gespräch gibt Callas, die 1977 im Alter von nur 53 Jahren in Paris starb, einen schonungslosen Blick in ihre zerrissene Seele.
(Regie: Tom Volf – Mit dokumentarischem Material von Maria Callas, Aristoteles Onassis, Marilyn Monroe und Alain Delon – 113 Minuten – ohne Altersbeschränkung) (dpa)



„Zwei Freunde und ihr Dachs“: Der Originaltitel dieses bunten Kinder- und Jugendstreifens deutet auf dessen skandinavische Herkunft hin: „Knutsen & Ludvigsen og den fæle Rasputin“. Nun gelangt die norwegische Kinoproduktion aus dem Jahr 2015 auch bei uns in die Lichtspielhäuser. Zu den Protagonisten des Animationsabenteuers gehört zum einen die kleine Amanda, deren Papa von einem Bösewicht namens Rasputin gefangen gehalten wird. Und dann sind da noch die beiden Freunde Knutsen und Ludwigson und ihr schlauer Dachs. Gemeinsam machen sie sich daran, Amandas armen Vater aus Rasputins Fängen zu befreien. Dieser möchte den Wissenschaftler dazu zwingen, ein Serum zu entwickeln, mit dem man Gedanken kontrollieren kann.
(Regie: Rasmus A. Sivertsen und Rune Spaans – 75 Minuten – FSK o.A.) (dpa)

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