17.05.2018 - 09:15 Uhr

Erfreuliche Schaffensbilanz beim Inklusionsbündnis: Auslobung des Inklusionspreises als Highlight 2018

Der Vorsitzende  des Inklusionsbündnisses Georg Dietrich (r.) zog  bei der diesjährigen Plenumssitzung eine erfreuliche Bilanz: „Dank eines inzwischen aufgestellten Maßnahmenplans zur Agenda befinden sich alle Ziele bereits in der Umsetzungsphase“. Mit im Plenum saßen Landrat Richard Reisinger, Bürgermeisterin Brigitte Netta und die Gastrednerin Manina Sobe vom Integrationsfachdienst (ab Zweiter v.r.).
Der Vorsitzende des Inklusionsbündnisses Georg Dietrich (r.) zog bei der diesjährigen Plenumssitzung eine erfreuliche Bilanz: „Dank eines inzwischen aufgestellten Maßnahmenplans zur Agenda befinden sich alle Ziele bereits in der Umsetzungsphase“. Mit im Plenum saßen Landrat Richard Reisinger, Bürgermeisterin Brigitte Netta und die Gastrednerin Manina Sobe vom Integrationsfachdienst (ab Zweiter v.r.).

Amberg. (ads) 20 Ziele beinhaltet die Agenda 20 20 20, die sich das Inklusionsbündnis der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach nach seiner Gründung 2015 gesetzt hat, um die Barrierefreiheit und die Teilhabe für Menschen mit Behinderung in Stadt und Land zu verbessern. „Dank eines inzwischen aufgestellten Maßnahmenplans zur Agenda befinden sich alle Ziele bereits in der Umsetzungsphase“, war die erfreuliche Nachricht des engagierten Vorsitzenden des Inklusionsbündnisses Georg Dietrich bei der dritten Plenumssitzung seiner Art im König-Ruprecht-Saal. Als absolutes Highlight für 2018 und Leuchtturmprojekt bezeichnete er die Auslobung eines Inklusionspreises, für den man sich bis Ende des Jahres bewerben kann. Dem Gewinner winken 3000 Euro Preisgeld.
Gut besucht war die dritte Plenumssitzung des Inklusionsbündnisses, die der Vorsitzende Georg Dietrich eröffnete. Nach der Gründungsphase und dem Erstellen der Agenda 20 20 20 mit 20 Zielen ist laut Georg Dietrich das Inklusionsbündnis, das sich als Steuerungsgruppe versteht, in das Alltagsgeschäft und die Realisierung der Ziele eingetreten. „Das Inklusionsbündnis hat sich bei seiner Gründung Ziele gesetzt, die Georg Dietrich mit seiner Fachkompetenz und einer gewissen Hartnäckigkeit als beste Basis für dieses Amt akribisch abarbeitet“, zollte Landrat Richard Reisinger Dietrich Dank und Anerkennung. Er äußerte auch den Wunsch, die Anliegen des Bündnisses, nach außen zu tragen und die breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Dietrich konnte als Gastreferentin Manina Sobe vom „Integrationsfachdienst“ (ifd) begrüßen, die über ihre Arbeit und das Bundesteilhabegesetz informierte.
Anschließend hatte Georg Dietrich Erfreuliches über die Arbeit im Inklusionsbeirat im Bezug auf die Realisierung der Ziele der Agenda 20 20 20 zu berichten. Er betonte: „Um die Vision einer inklusiven Gesellschaft umzusetzen, braucht es Kraft, Mut und Ressourcen. Dabei spielen Kommunen als Motor wichtiger gesellschaftlicher Entwicklungen eine entscheidende Rolle“. Zur Agenda gibt es laut Dietrich mittlerweile einen Maßnahmenplan, der beispielsweise die Verantwortlichkeiten und die Vorgehensweisen regelt und den Erreichungsgrad zu den einzelnen Zielen dokumentiert, sodass sich alle Ziele in der Umsetzungsphase befinden. Er machte unter anderem deutlich, dass die Installation eines Inklusionsbeauftragten in jeder Kommune des Landkreises nicht umsonst an oberster Stelle der Agenda steht. Nach seinen Aussagen wird das Inklusionsbündnis in den 27 Kommunen des Landkreises nicht viel von den gesteckten Zielen erreichen können, wenn vor Ort kein Kümmerer, kein Ansprechpartner und keine Gesichter zum Thema Inklusion zu finden sind. Dahingehend hatte Dietrich gute Nachrichten, denn die Stadt Sulzbach-Rosenberg, Birgland, Hahnbach, Gebenbach, Ensdorf, Kümmersbruck und neu Hirschau haben dieses Amt offiziell besetzt, die Stadt Schnaittenbach ist in der Installationsphase. Die anderen Landkreisgemeinden finden sich laut Dietrich auf sehr gutem Weg. Erfreut zeigte sich Dietrich auch über die Umsetzung der Barrierefreiheit in den Rathäusern Amberg und Sulzbach-Rosenberg sowie im Landratsamt in Amberg. Er brachte das Projekt „Wundernetz“ mit seinem sieben verschiedensten Partner zur Sprache, die sich unter der Leitung von Hildegard Legat für die Inklusion stark machen. Die Projektleiterin informierte, dass dieses um drei Jahre verlängert wurde. „Mit dem Wundernetz, den Kommunen und diversen Institutionen können wir effektiv und erfolgreich am Erreichen unserer Ziele arbeiten“, ist sich Georg Dietrich sicher. Mit der Auslobung eines Inklusionspreises für 2018 als Leuchtturmprojekt sorgte er bei den Anwesenden nicht nur für begeisterte Überraschung, sondern auch für einen gewissen Motivationsschub, sich für die Inklusion in ihrer gesamten Bandbreite stark zu machen. Susanne Bauer stellte dann das Leuchtturmprojekt „Inklusionspreis“ vor: Ausgezeichnet werden können Einzelpersonen, Gruppenden, Vereine, Kommunen, Unternehmen und Schulen, die sich im besonderen Maß um Inklusion bemühen. Dies können Helden des Alltags, Kooperationen, aber auch Lebenswerke sein. Als Kriterien gelten, dass nur bereits bestehendes Engagement bei der Auszeichnung berücksichtigt wird. Die Kandidaten aus eigenen Bewerbungen oder aus Vorschlägen anderer werden dahingehend überprüft, ob das Engagement der Inklusion, der Teilhabe oder der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen im Raum Amberg-Sulzbach dient, freiwillig ist, nicht auf materiellen Gewinn ausgerichtet ist und ob es einen besonderen Einsatz über längere Zeit von den Bewerbern fordert. Der Inklusionsbeirat als Jury wählt die Auszuzeichnenden aus. Dem Gewinner winkt ein von der Sparkasse Amberg-Sulzbach gesponsertes Preisgeld in stolzer Höhe von 3000 Euro, das auch unter mehreren Gewinnern aufgeteilt werden kann. Bewerbungen können postalisch an das Inklusionsbündnis Amberg-Sulzbach zu Händen des Geschäftsführers Tobias Berz, Spitalgraben 3, 92224 Amberg oder per E-Mail an inklusion[at]amberg[dot]de gerichtet werden. Die Bewerbungsfrist endet am 31.Dezember dieses Jahres, im Rahmen eines Festakts erfolgt dann die Preisvergabe. „Was aus einer kleinen Keimzelle vor vier Jahren gewachsen ist, ist erstaunlich, und das ist nur Leuten zu verdanken, die anregen, anstoßen und anpacken“, zollte Bürgermeisterin Brigitte Netta in ihrem Schlusswort Georg Dietrich und dem Inklusionsbündnis sowie dessen starken Partnern Anerkennung und Dank.

 
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