16.05.2018 - 17:12 Uhr
BärnauOberpfalz

Inge Aures stellt im Knopfmuseum Puppenstuben aus Herzblut liegt in winzigen Details

Inge Aures hat zwei Leidenschaften: Im Beruf ist sie Vollblutpolitikerin. Sobald es ihre Zeit aber erlaubt, frönt die Kulmbacherin ihrem Hobby: dem Sammeln von winzigen Exponaten für historische Puppenstuben und Kaufläden.

Viel Begeisterung rief der Metzgerladen hervor, der ausgesprochen liebevoll eingerichtet ist.
von Ulla Britta BaumerProfil

Viele wertvolle Spielwelten von einst hat Inge Aures, die zwölf Jahre Oberbürgermeisterin von Kulmbach war und mittlerweile Vizepräsidentin des Landtags ist, in ihrem Leben zusammengetragen. Dabei liegt ihre Liebe zum Sammeln in winzigen Details.

Die SPD-Politikerin nimmt überall, wo sie fündig wird, alte Puppenstuben und Kaufläden mit. "Sie sind vom Trödelmarkt ebenso wie manchmal vom Sperrmüll", erklärt die Oberfränkin. 40 ihrer liebenswerten Schätze zeigt Aures im Knopfmuseum, wo sie am Montagabend die Sonderausstellung "Die große Welt im Kleinen" mit einer Vernissage eröffnete. Bürgermeister Alfred Stier freute sich, dass "seine Museumsfrauen" Andrea Bäuml, Brigitte Rieß und Birgit Fischer es möglich gemacht hatten, die Exponate von Aures in die Stadt zu bekommen. "Das ist eine große Ehre für Bärnau", sagte der Rathauschef.

Er wies darauf hin, dass er unter den Exponaten alles von der Metzgerei über den Stoffladen und den Gewürzladen bis hin zur Bäckerei entdeckt habe. "Aber es fehlen noch ein Fisch- und ein Knopfladen", wusste der Bürgermeister. Aures, die mit ihrer Schwester Liane Weber die Sammelleidenschaft teilt, versprach, dass die Wünsche Stiers gewiss bald erfüllt würden.

"Immer, wenn ich eine Ausstellung mache, rufen mich Leute an, die Kaufläden oder Puppenstuben daheim haben und sie mir anbieten", erläuterte die Landtagspräsidentin. Außerdem werde sie dafür sorgen, dass Gäste von Kulmbach zur Ausstellung ins Knopfmuseum kommen. In ihrer Funktion als AWO-Vorsitzende habe sie bereits einen Ausflug nach Bärnau organisiert. Das hörten auch die Ehrengäste, darunter stellvertretender Landrat Alfred Scheidler und der Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl, gerne.

Museumsleiterin Andrea Bäuml verwies auf die anstehenden großen Feste in Bärnau. Die Sonderausstellung werde diese Veranstaltungen bereichern. Zudem informierte sie, dass das Knopfmuseum in diesem Jahr 20. Geburtstag feiert.

Aures erklärte, dass die Exponate aus dem vergangenen Jahrhundert teils sehr wertvoll seien. Sie dankte dem Museumsteam und den Bauhofarbeitern, die bei der sorgsamen Bestückung der Glasvitrinen mit den Kaufläden und Puppenstuben geholfen hatten. Mit einem Flötenspiel von Petra Frank und Gabi Mayerhöfer endete die Vernissage. Der Bürgermeister hatte auch das Goldene Buch dabei, in das sich Aures eintrug.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung "Die große Welt im Kleinen" kann bis 28. Oktober zu den Öffnungszeiten des Knopfmuseums jeweils donnerstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden. Gruppen können auf Anfrage einen Sondertermin vereinbaren. (ubb)

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