26.04.2021 - 00:58 Uhr
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Wissenswertes über die Kuhschelle

Die Kuhschelle ist eine besonders geschützte Art. Ihr natürliches Vorkommen ist durch die moderne Landwirtschaft bedroht. Dafür hat sich die Gewöhnliche Kuhschelle einen neuen Platz erobert: als Zierde im Steingarten.

Die Blätter, die die Blüte der Kuhschelle umhüllen, sind behaart. Das schützt vor Kälte und reduziert die Wasserverdunstung.
von Sandra Schmidt Kontakt Profil

Ordnung:

Hahnenfußartige (Ranunculales)

Familie:

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Unterfamilie:

Ranunculoideae

Tribus:

Anemoneae

Gattung:

Kuhschellen (Pulsatilla)

Art:

Gewöhnliche Kuhschelle

Wissenschaftlicher Name:

Pulsatilla vulgaris

Die Gewöhnliche Kuhschelle wird auch Gewöhnliche Küchenschelle genannt, da die Form der halb geschlossenen Blüte einem Glöckchen oder einer Schelle ähnelt. Aus der Verniedlichung "Kühchen" entstand schließlich "Küchen". Der Gattungsnamen Pulsatilla leitet sich vom lateinischen Wort "pulsare" (schlagen, läuten) ab. Die Kuhschelle kommt in West- und Mitteleuropa vor, ist aber bedroht. Nach der Bundesartenschutzverordnung ist sie eine besonders geschützte Art. 1996 wurde die Gewöhnliche Kuhschelle zur Blume des Jahres gewählt.

Die Gewöhnliche Kuhschelle bevorzugt lichte Kiefernwälder und Magerrasen, sonnige Hanglagen und kalkreiche Böden. Sie leidet unter den Veränderungen durch die moderne Landwirtschaft.

Die Küchenschelle lockt mit Pollen und Nektar Bienen, Hummeln und Ameisen an. Die Blätter, die die Blüte umhüllen, sind behaart. Das schützt vor Kälte und reduziert die Wasserverdunstung.

Alle Pflanzenteile der Gewöhnlichen Kuhschelle sind sehr giftig. Inzwischen wird die Gewöhnliche Kuhschelle häufig zur Zierde in Steingärten gepflanzt. Was der Mensch heutzutage schätzt, war ihm früher unheimlich. Der seidig glänzende Fruchtstand wurde im Volksmund Teufels- oder Bocksbart genannt. Man glaubte, das er den Ort anzeigt, an dem eine Hexe tot zu Boden gefallen ist.

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