23.05.2018 - 22:00 Uhr
Deutschland & Welt

Abbau von fast 10 000 Stellen Abbau von fast 10 000 Stellen

Laut "Wall Street Journal": Deutsche Bank will Kosten deutlich senken

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Archivbild: Arne Dedert/dpa
von Agentur DPAProfil

Frankfurt. Mit dem Abbau von nahezu 10 000 Jobs will die Deutsche Bank nach Informationen des "Wall Street Journal" ihre Kosten deutlich senken. Damit wäre etwa jeder zehnte der insgesamt 97 100 Mitarbeiter betroffen, schrieb das Blatt. Vorausgegangen seien monatelange Diskussionen um den Umfang des Stellenabbaus. Deutschlands größtes Bankhaus wollte den Bericht am Mittwoch nicht kommentieren.

Der neue Bank-Chef Christian Sewing hat allerdings drastische Einschnitte im Investmentbanking angekündigt, das zur Bürde für das Frankfurter Geldhaus geworden ist. Hinzu kommt die Fusion der Deutschen Bank mit der Postbank. Auch dabei könnten Stellen wegfallen. In den kommenden vier Jahren sollten jeweils 1500 Mitarbeiter über freiwillige Abfindungsprogramme und natürliche Fluktuation das Unternehmen verlassen, hatte es in Berichten geheißen. Sewing, der seit Anfang April an der Spitze der Bank steht, hatte nach einem mageren ersten Quartal das Tempo beim Konzernumbau erhöht. "Wir werden den Kurs unserer Bank jetzt ändern. Es gibt keine Zeit zu verlieren", hatte er bei der Präsentation der Zwischenbilanz gesagt. Die Ergebnisse des ersten Quartals erforderten sofortiges Handeln.

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