09.07.2019 - 16:10 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Einmaliges Meisterwerk der Spätromantik

Orgelvirtuose Norbert Düchtel zu Gast beim Sommerkonzert des Amberger Oratorienchors in Ammersricht

Orgelvirtuose Norbert Düchtel
von Anke SchäferProfil

Unter den Konzert-Organisten zählt Norbert Düchtel zu den renommierten Koryphäen. Seit 2010 ist er Organist an den drei Orgeln der Minoritenkirche, im Museum der Stadt Regensburg und künstlerischer Leiter bei der reihe „Sonntägliche Matineen“. Auch beim Amberger Oratorienchor ist der Musiker und Dozent ein gerngesehener und hoch geschätzter Gast. Am Sonntag, 14. Juli (17 Uhr), präsentiert man gemeinsam Antonín Dvoráks Große Messe in D-Dur in der Kirche St. Konrad in Amberg-Ammersricht.

ONETZ: Herr Professor Düchtel, Sie konzertieren nicht zum ersten Mal mit dem Amberger Oratorienchor (AO). Wie kam dieser Kontakt eigentlich zustande?

Norbert Düchtel : Mit dem Amberger Oratorienchor und seinem künstlerischen Leiter Thomas Appel verbindet mich seit vielen Jahren eine enge musikalische und künstlerische Freundschaft. Zum ersten Mal konzertierte ich mit dem AO 1996 mit dem "Te Deum" von Anton Bruckner und dem Orgelkonzert von Alexandre Guilmant. Seither durfte ich immer wieder Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel u.a. begleiten.

ONETZ: Sie sind mit dem Instrument Orgel in vielfältiger Weise verbunden. Warum gerade die Orgel?

Norbert Düchtel : Die Orgel, sprich das Orgelspielen, war quasi schon vorprogrammiert:
frühzeitig Klavierunterricht – Ministrant – Orgel - Organist.

ONETZ: Wie schon beim Fauré-Requiem im Jahr 2016 werden Sie auch jetzt wieder auf der Sandtner-Orgel in St. Konrad spielen – aus Expertensicht ein besonderes Instrument ?

Norbert Düchtel : Ich kannte das Instrument von St. Konrad noch aus der Zeit, wo es in Essen-Kupferdreh stand. Die Firma Sandtner stellt national und international seit vielen Jahren hervorragende Instrumente her. Es ist für mich immer wieder eine besondere Freude und Ehre auf Sandtner Orgeln konzertieren zu dürfen.
Gerade romantische Kompositionen (Chor und Orgel) klingen auf dieser Orgel hervorragend. Auch Orgelsolowerke können adäquat registriert und klanglich sehr gut dargestellt werden.

ONETZ: Auf dem Programm des diesjährigen Sommerkonzerts steht die D-Dur-Messe von Antonín Dvořák in der Originalfassung für Soli, Chor und Orgel. Was zeichnet dieses Werk Ihrer Einschätzung nach besonders aus?

Norbert Düchtel : Im Jahre 2003 habe ich einen Jugendchor aus Nordrhein-Westfalen bei einer Deutschlandtournee als Organist begleitet und dabei über 10 Mal die Messe in D-Dur von A. Dvořák an der Orgel begleitet u.a. auch in der Thomaskirche in Leipzig. Auch habe ich dieses Opus bereits in den 1970er und 1980er Jahren mehrmals mit verschiedenen Chören in Deutschland aufgeführt.
Dvořáks Messe ist für mich "ein in seiner Art einmaliges Meisterwerk der Spätromantik".

ONETZ: Sie sitzen beim Konzert ja mit dem Rücken zu Dirigent Thomas Appel. Wie findet man trotz des fehlenden direkten Sichtkontakts zu einer präzisen Abstimmung?

Norbert Düchtel : Ich bekomme einen Monitor, der mir es ermöglicht, den Dirigenten zu sehen. Einige Männer des Oratorienchores stellen die Anlage auf und ich kann alles genau mitverfolgen.

ONETZ: Sie werden zusätzlich auch noch solistisch zu hören sein. Verraten Sie schon mehr?

Norbert Düchtel : Das Orgelsolostück wird die CONSOLATION (Tröstung) op. 65, Nr. 4 (1902) von Max Reger sein. Ein Werk, das musikalisch und stimmungsmäßig genau zum übrigen Programm passt.

Info:

Service

Karten für das Sommerkonzert des Amberger Oratorienchors unter musikalischer Leitung von Thomas Appel nur an der Abendkasse.

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