21.11.2018 - 19:41 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Lisbeth Salander zurück auf der Leinwand

Sie ist eine der außergewöhnlichsten Frauenfiguren in der Literatur- und Film-Welt: Lisbeth Salander. Nun erscheint der Thriller "Verschwörung", ein Film aus der "Millenium"-Reihe. Alle Filmstarts im Überblick.

Claire Foy spielt Lisbeth Salander, die bekanntermaßen nicht zimperlich mit ihren Feinden umgeht.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

"Verschwörung": Zum fünften Mal erzählt ein Film aus der Welt von Hackerin Lisbeth Salander und Journalist Mikael Blomqvist. Dieses Mal muss Salander (Claire Foy, bekannt aus Netflix' "Die Queen") dafür sorgen, dass ein Computerprogramm nicht in die falschen Hände gerät, das den Online-Zugriff auf alle Atomwaffen weltweit ermöglichen würde. Viele sind hinter dem Tool her, darunter der schwedische Geheimdienst und die us-amerikanische NSA. Doch den Code zum Starten des Programms kennt nur der Sohn von einem der Programmierer. Der Thriller basiert auf der Vorlage von David Lagercrantz, der damit die "Millenium"-Reihe von Stieg Larsson weiterschrieb.

(Regie: Fede Alvarez - Mit Claire Foy, Sverrir Gudnason und Christopher Convery - 116 Minuten - frei ab 16 Jahren) (dpa)

Trailer "Verschwörung

"So viel Zeit": Allein die Besetzungsliste ist bemerkenswert: In "So viel Zeit" sind Jan Josef Liefers, Jürgen Vogel, Laura Tonke, Armin Rohde, Richy Müller und André M. Hennicke zu sehen. Regisseur Philipp Kadelbach ("Unsere Mütter, unsere Väter") verfilmt hiermit den gleichnamigen Roman von Frank Goosen und erzählt von der Musik und vom Leben - und davon, dass es nie zu spät dafür ist, einen neuen Pfad einzuschlagen. Im Mittelpunkt steht Rainer (Liefers), ein ziemlich desillusionierter Kerl, der nicht nur auf eine kaputte Ehe zurückblickt. Vor 30 Jahren war er es, der die Karriere der Band "Bochums Steine" ruinierte. Auch im Film zu sehen: die Hannoveraner Rockbandlegende "Scorpions".

(Regie: Philipp Kadelbach - Mit Jan Josef Liefers, Laura Tonke und Jürgen Vogel - 101 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "So viel Zeit"

"Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand": Charles Dickens (Dan Stevens) hat es ganz nach oben geschafft: Durch seine Romane "Die Pickwickier" und "Oliver Twist" ist der britische Schriftsteller zum Superstar geworden. Aber nichts währt ewig: Nach einigen Flops bröckelt der Ruhm und das Geld wird knapp. Nur ein schneller Erfolg kann Dickens aus der Bredouille retten, schließlich hat er eine zündende Idee. In "Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand" erzählt Bharat Nalluri sehr warmherzig und mit feinem britischen Humor die Entstehungsgeschichte von Dickens' Welterfolg "Ein Weihnachtslied". Besonderer Clou: Schon bald bevölkern die Gestalten seiner Einbildungskraft Dickens' wirkliche Welt und übernehmen die Regie. Allen voran der Geizhals und Misanthrop Scrooge, der von dem großartigen Christopher Plummer ("Alles Geld der Welt") verkörpert wird.

(Regie: Bharat Nalluri - Mit Dan Stevens, Christopher Plummer und Jonathan Pryce - 104 Minuten - frei ab 6 Jahren) (dpa)

Trailer "Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand"

"Cold War": 2015 gab es bereits einen Oscar für den Regisseur Pawel Pawlikowski. Für seinen neuen Film "Cold War - Der Breitengrad der Liebe" gewann er beim Filmfest Cannes den Preis für die beste Regie. Protagonisten sind die Sängerin Zula (Joanna Kulig) und der Komponist Wiktor (Tomasz Kot). Sie lernen sich Ende der 1940er in einem polnischen Folklore-Ensemble kennen und lieben. Doch nicht nur die Schwierigkeiten, in einem totalitären Regime aufzuwachsen, stellen ihre Liebe auf eine harte Probe.

(Regie: Pawel Pawlikowski - Mit Joanna Kulig, Tomasz Kot, Agata Kulesza, Borys Szyc, Cédric Kahn - 89 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Cold War"

"Der Dolmetscher": Der einsame Rentner Ali (Jirí Menzel) begibt sich mit einer geladenen Waffe zum Haus eines ehemaligen Nazi-Schergen, der im Zweiten Weltkrieg an der Ermordung seiner Eltern mitgewirkt haben soll. Dort angekommen trifft er allerdings nur auf dessen Sohn Georg (Peter Simonischek), der ihm versichert, dass sein Vater schon lange tot sei. Ali tritt bereits zum Rückzug an, da kommen die beiden Männer ins Gespräch und beschließen, gemeinsam einen Ausflug zu machen. Der als Dolmetscher arbeitende Ali soll für Georg einige Zeilen übersetzen, doch schon bald geht es ihnen nicht mehr bloß um den Auftrag. Die zwei stellen immer mehr Gemeinsamkeiten fest; der Krieg hat sie beide auf ihr ganz persönliche Weise verändert und nun müssen sie versuchen, jeder für sich damit klarzukommen.

(Regie: Martin Sulík - Mit Peter Simonischek und Jirí Menzel - 113 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

"Der Dolmetscher"

"Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot": Mitten im Sommer, da vertreiben sich die Zwillinge Robert und Elena die Zeit auf einer, in unmittelbarer Nähe einer Tankstelle gelegenen Wiese. Elena und Robert liegen im Gras, und eigentlich soll Elena sich vorbereiten auf ihre Abiturprüfung in Philosophie. Zwar geht es in "Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot" auch um philosophische Themen, um Augustin oder Heidegger. Die beiden Geschwister aber vertreiben sich die Zeit auch mit kuriosen Wettspielen und anderen Einfällen. Am Ende dieses Wochenendes, da ist nichts mehr so wie vorher.

(Regie: Philip Gröning - Mit Julia Zange, Josef Mattes und Urs Jucker - 172 Minuten - FSK o.A.) (dpa)

Trailer "Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot"

"Jupiter's Moon": Mit seinem Vater flieht der junge Syrer Aryan illegal über die Grenze von Serbien nach Ungarn. Er wird angeschossen - stirbt aber nicht, sondern schwebt danach wie durch ein Wunder in der Luft. Hat er plötzlich übernatürlich Kräfte? Oder ist er vielleicht ein Engel? Als ein Arzt im Flüchtlingslager von Aryans Fähigkeiten erfährt, wittert er das große Geschäft und will mit dem jungen Mann zusammenarbeiten. Regisseur Kornél Mundruczó inszeniert "Jupiter's Moon" als einen Mix aus Gesellschaftssatire, politischer Parabel und ironischem Superhelden-Epos. Der Ungar Mundruczó ist in Deutschland vor allem durch seine Theaterarbeiten wie bei der Ruhrtriennale 2018 bekannt.

(Regie: Kornél Mundruczó - Mit Zsombor Jéger, György Cserhalmi und Merab Ninidze - 129 Minuten - frei ab 12 Jahren) (dpa)

Trailer "Jupiter's Moon"

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