Die Blue Devils Weiden haben am Freitagabend das Heimspiel in der DEL2 vor 2211 Zuschauern in der "Hans-Schröpf-Arena" gegen den EHC Freiburg mit 3:4 (1:0, 2:2, 0:1, 0:1) nach Verlängerung verloren. Dabei führten die Weidener bereits mit 3:0, ehe sie diese Partie noch aus der Hand gaben.
Nach dem erfolgreichen vergangenen Wochenende, an dem die Blue Devils fünf Punkte einfahren und damit ihre Chancen auf die Pre-Playoff-Plätze wahren konnten, stand Interimscoach Jürgen Rumrich wieder Paul Vinzens zur Verfügung. Verzichten musste er neben den Langzeitverletzten Jermain, Rubes und Filin hingegen auf Goalie Felix Noack und Verteidiger Fabian Ribnitzky, der krankheitsbedingt ausfiel. Zwischen den Pfosten erhielt erneut Michael McNiven das Vertrauen.
Der Start verlief denkbar ungünstig für die Blue Devils: Nach wenigen Sekunden musste Rückkehrer Vinzens bereits auf die Strafbank. Doch Weiden verteidigte mit viel Einsatz, und McNiven zeigte sich bei den Freiburger Abschlüssen sofort hellwach. Auch offensiv meldeten sich die Hausherren an – Ward und Voyer prüften Hegmann, der jedoch ebenfalls sicher zupackte. In der Folge entwickelte sich ein intensives, umkämpftes, aber auch fehleranfälliges Drittel mit Chancen auf beiden Seiten, wobei Freiburg die gefährlicheren Abschlüsse hatte. Mit zunehmender Spielzeit wurden jedoch die Blue Devils stärker – und kurz vor der Pause belohnte Paul Vinzens die engagierte Phase mit dem 1:0-Pausenstand.
Im zweiten Drittel übernahmen die Blue Devils klar das Kommando und erspielten sich Chance um Chance. In der 26. Minute dann die verdiente Belohnung: Ward fälschte einen Muck-Schuss unhaltbar zum 2:0 ab. Weiden blieb am Drücker – und erneut war es Ward, der mit einem feinen Rückhand-Schlenzer auf 3:0 erhöhte. Alles schien auf Kurs, doch dann folgte ein unerklärlicher Bruch. Innerhalb von nicht einmal einer Minute geriet das Spiel ins Wanken: Erst traf Ilestedt zum 3:1, kurz darauf verloren die Devils ein Bully im Angriffsdrittel – Freiburg schaltete blitzschnell um, Schwamberger verkürzte auf 3:2. Die komfortable Führung war dahin.
Im Schlussdrittel mussten die Blue Devils früh in Unterzahl ran, verteidigten diese Phase jedoch diszipliniert und ließen kaum Gefahr zu. Doch der Druck der Gäste nahm spürbar zu. Der Ausgleich fiel schließlich auf kuriose Art: Bei einem Klärungsversuch wurde Mühlbauer regelrecht angeschossen, von ihm trudelte die Scheibe unhaltbar ins Netz. Weiden brauchte einen Moment, fing sich aber zum Ende des Drittels wieder. Noah Samanski und Voyer hatten die große Chance zur erneuten Führung, ließen sie jedoch liegen. So blieb es beim Remis – und die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen.
In diesen Zusatzminuten hatten die Weidener durch Voyer und Ward den Siegtreffer auf dem Schläger, der dann aber knapp zwei Minuten vor dem Ende durch einen Konter auf der gegenüberliegenden Seite fiel und den Freiburger den Zusatzpunkt sicherte.
Blue Devils Weiden: McNiven - Schwaiger, Muck, Pokorny, Bohac, Marusch, Kolb, Edfelder - Ward, Voyer, Gläser, Vinzens, Voit, Schiemenz, Vogt, No. Samanski, Ne. Samanski, Thal, Schwarz
EHC Freiburg: Hegmann - Hempel, Kühnhauser, Schlenker, De Los Rios, Heider, Trinkberger, Schindler - Elo, Linsenmaier, Mühlbauer, Ilestedt, Kretschmann, McCallum, Billich, Ewanyk, Schwamberger, Bechtold, Majher
Tore: 1:0 (19.) Vinzens (Schiemenz), 2:0 (26.) Ward (Muck), 3:0 (31.) Ward (Muck), 3:1 (35.) Ilestedt (Hempel), 3:2 (36.) Schwamberger (Billich), 3:3 (47.) Mühlbauer (Ewanyk), 3:4 (64.) Mühlbauer (McCallum, Hegmann) – SR: Steingross, Moosberger - Strafen: Weiden 6, Freiburg 6 – Zuschauer: 2211





















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