16.10.2019 - 15:01 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Mit Sonaten ins Jubiläumsjahr

2020 steht ganz im Zeichen von Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag. Der Kölner Pianist Herbert Schuch feiert den großen Klassiker schon vorab mit einem kompletten Sonaten-Zyklus im Stadttheater Amberg.

Pianist Herbert Schuch
von Anke SchäferProfil

Pianist Herbert Schuch setzt seinen spannenden Beethoven-Zyklus im Stadttheater Amberg fort. Am Sonntag, 20. Oktober um 17 Uhr startet der zweite Teil. Ein Interview.

ONETZ: Herr Schuch, Teil eins des Beethoven-Zykluses liegt hinter Ihnen. Wie fällt Ihre Zwischenbilanz nach diesen ersten drei Konzerten im Stadttheater Amberg aus?

Herbert Schuch: Es ist für mich eine wunderbare Reise im doppelten Sinne- jedes Mal nach Amberg zu kommen, zu wissen, dass ich da ein wunderbar konzentriertes, stilles Publikum habe, das diese innere Reise zu Beethoven mit mir gemeinsam geht. Es ist natürlich anstrengend, so viel Musik immer wieder auf den Punkt vorzubereiten, aber ich liebe die Intensität, die sich beim Spielen dieser Sonaten einstellt.

ONETZ: Zur Eröffnung der zweiten Runde werden Sie auch den von Klavier-Schülern wie Profis gleichermaßen strapazierten Sonaten-Klassiker schlechthin interpretieren. Haben Sie trotzdem noch einen frischen Zugang zur „Mondschein-Sonate“ finden können?

Herbert Schuch: Ich habe gar kein Problem mit der Mondscheinsonate! Ehrlich gesagt, ich habe das Stück noch nie in einem Konzert von einem anderen Pianisten gehört. Und auch im Studium hat irgendwie jeder einen Bogen um das Stück gemacht, weil es eben so strapaziert ist. Insofern fühle ich mich da ganz frei und finde die Musik absolut genial. Eben auch zu sehen, was diese Sonate so einzigartig macht, wird in einem Konzert mit drei anderen Sonaten aus der gleichen Zeit sehr deutlich hörbar werden.

ONETZ: Mit diesem Auftakt-Abend schließen Sie zugleich die frühe Phase der Sonaten ab. Wenn Sie es benennen müssten, welche der insgesamt drei Schaffensperioden liegt Ihnen persönlich am nächsten?

Herbert Schuch: Alle drei Perioden haben ihre ganz eigenen Herausforderungen! Interessant ist natürlich die mittlere Periode, in der Beethoven versucht, Ideen zu komponieren. Das ist schon sehr schwer darstellbar, und so wirklich fertig wird man mit so einer Aufgabe nie. Das wird man- kurzer Vorgriff auf das übernächste Konzert- sehr gut im November sehen können, wo man aus der ersten in die zweite Schaffensperiode kommt.
Und die späten Sonaten sind natürlich ganz einzigartig, frei von jeglicher Konvention.

ONETZ: Und mal ganz unabhängig von der Musik: Worauf freuen Sie sich beim Wiedersehen mit Amberg und der Stadttheater-Bühne?

Herbert Schuch: Der Saal ist schon wunderbar! Irgendwie heimelig, und ich habe das Gefühl dass ich ganz nahe beim Publikum bin. Das ist schon etwas besonderes. Wenn ich nach dem Konzert noch in Amberg bleibe und nicht gleich nach Köln zurückfahre, freue ich mich natürlich immer wieder auf ein gutes Amberger Bier!

Info:

Service

Tickets im Vorverkauf bei der Tourist-Information Amberg, Hallplatz 2, Tel. 09621/101233.

www.stadttheater.amberg.de

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