18.05.2018 - 20:16 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief Wieso ein Amt für Pflege?

Zu "Amberg zieht das große Pflege-Los":

von Externer BeitragProfil

Allein die Aussage von Albert Füracker beweist wieder einmal, dass es der CSU nicht ernsthaft um das Thema Pflege geht, sondern nur darum, die Stadt Amberg zu stärken und einen Ausgleich für den Abzug der Bundeswehr zu schaffen. Und Amberg ist im Stimm- und Wahlkreis von Füracker und soll ihm helfen, die Wahl zu gewinnen. Wieso benötigt das Gesundheitsministerium ein zusätzliches Amt für Pflege? Wenn das Ministerium das mit der Pflege nicht hinbekommt, ist es falsch aufgestellt und muss sich neu orientieren. Und das, was die CSU als Pflege-Programm hier vorstellt, ist überhaupt nicht hilfreich für die Familienangehörigen und die zu pflegenden Personen. Mit diesem Programm wird wieder nur verwaltet und nicht effektiv gearbeitet. Die 350 Personen, die hier beschäftigt werden sollen, kosten ca. 20 Millionen Euro an Gehältern, zuzüglich Fixkosten. Diese Millionen können wesentlich effektiver eingesetzt werden. Ein Landespflegegeld von bis zu 1000 Euro pro Jahr bedeutet gerade einmal maximal 2,74 Euro pro Tag. Eine hilfreiche Unterstützung ist das mit Sicherheit nicht.

Es gibt andere Wege. Wer sich ernsthaft mit dem Thema Pflege beschäftigt, der weiß, wie es geht. Markus Söder und die CSU wissen es nicht. Diese und alle CSU-Wahlversprechen sollen nur dazu dienen, wieder die Alleinherrschaft abzusichern. Söder und die CSU sollten sich ernsthaft fragen, wer in den letzten Jahren hier in Bayern regiert hat und somit für das ganze Dilemma die alleinige Verantwortung trägt.

Karl Neid, 95666 Mitterteich

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