Bamberg
19.01.2021 - 20:07 Uhr

Anklage gegen Darknet-Drogenshop „Lenas Bioladen“

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg erhob Anklage beim Landgericht Memmingen gegen drei mutmaßliche Betreiber des Darknet-Drogenshops „Lenas Bioladen“.

Licht am Ende des Darknets für die Cyber-Polizei: wieder gelang ein Schlag gegen ein illegales Geschäftsmodell im Netz. Bild: Silas Stein/dpa
Licht am Ende des Darknets für die Cyber-Polizei: wieder gelang ein Schlag gegen ein illegales Geschäftsmodell im Netz.

Zwei Männer aus Baden-Württemberg im Alter von 42 und 32 Jahren waren am 21. Juli festgenommen worden und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Mitangeklagt wurde die 34-jährige Ehefrau eines der beiden Männer, die einzelne Drogensendungen zur Post gebracht haben soll.

Dem Trio wird vorgeworfen, zwischen September 2017 und März 2020 unter anderem unter dem Verkäufernamen „Lenas Bioladen“ mehr als 51 Kilogramm Cannabis-Produkte über das Darknet verkauft und dabei über 740.000 Euro eingenommen zu haben.

Bis zu 48 Sendungen am Tag

Über diesen Shop, den die Angeschuldigten auf drei Darknet-Handelsplattformen betrieben hätten, konnten Käufer aus ganz Deutschland sowie dem benachbarten Ausland Cannabisprodukte bestellen, die ihnen per Post zugestellt wurden – pro Werktag zwischen 16 und 48 Sendungen.

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern legt den Angeschuldigten in der Anklageschrift, die sich zu den Tatvorwürfen bislang nicht äußern, bandenmäßiges Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zur Last. Das Gesetz sieht hierfür eine Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren vor. Nachdem ein Versand der Betäubungsmittel auch über einen Briefkasten in Neu-Ulm erfolgte, müssen sich die Angeschuldigten vor dem Landgericht Memmingen verantworten.

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Amberg10.12.2020
 
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