01.07.2020 - 11:33 Uhr
Hof an der SaaleDeutschland & Welt

Anklage wegen Mordes nach tödlichem Raserunfall

Ein 20-Jähriger hat bei einem Autorennen im Februar in Selb einen Fußgänger erfasst, als dieser die Straße überqueren wollte - er starb noch am Unfallort. Die Staatsanwaltschaft Hof hat nun Anklage erhoben.

von Agentur DPAProfil

Nach dem Tod eines 19-jährigen Fußgängers infolge eines verbotenen Autorennens in Oberfranken hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben. Der 20-jährige Fahrer habe realisiert, „dass die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Tötung unbeteiligter Dritter sehr hoch war“, teilte die Staatsanwaltschaft Hof am Mittwoch mit. Trotzdem habe er den Tod des jungen Mannes in Kauf genommen.

Nach tödlichem Unfall kam der 20-jährige Autofahrer in Untersuchungshaft:

Selb

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 20-Jährigen vor, sich im Februar quer durch die Innenstadt von Selb ein Rennen mit einem 19-jährigen Fahrer geliefert zu haben. Dabei seien sie auch an einer Gruppe Berufsschüler vorbeigefahren, mit der der Fußgänger unterwegs war. Der jüngere Autofahrer soll das Rennen schon beendet haben, als der Angeschuldigte wendete. Mit „höchstmöglicher Geschwindigkeit“ fuhr er den Angaben zufolge nochmals an der Gruppe vorbei, um den Schülern zu imponieren.

Der Bericht zu dem Unfall:

Selb

Bei einem Tempo von bis zu 90 Stundenkilometer soll er dabei den Fußgänger zu spät gesehen haben, der gerade die Straße überquerte. Laut den Ermittlern erfasste er den 19-Jährigen, der nach dem Aufprall durch die Luft geschleudert wurde. Eine Wiederbelebung schlug fehl, er starb noch am Unfallort. Der Fahrer sitzt in Untersuchungshaft.

Mitteilung der Polizei zum Unfall

Mitteilung der Staatsanwaltschaft zur Anklage

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