Im Norden Polens ist ein Auto auf einer Schnellstraße mit einem Elch zusammengestoßen. Wie der Nachrichtensender TVN24 am Samstag online berichtete, wurde dabei eine 40 Jahre alte Beifahrerin so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus starb.
„Leider konnte das Leben der Frau nicht gerettet werden“, sagte eine Polizeisprecherin dem Sender. Der 45-jährige Fahrer des Autos sei ebenfalls verletzt worden, aber nicht lebensgefährlich.
Der Unfall ereignete sich demnach am Freitagabend gegen 21.30 Uhr auf der Schnellstraße S61 bei der Ortschaft Czerwonka, nördlich der Stadt Suwalki, unweit der Grenze zu Litauen. Die Straße wurde nach dem Unfall für mehrere Stunden gesperrt. Die genauen Umstände des Unfalls sollen noch von Polizei und Staatsanwaltschaft untersucht werden.
Mehr freilebende Elche in Polen
Der Elchbestand in Polen hat sich rasant erholt, seit die Tiere kurz nach der Jahrtausendwende unter verstärkten Schutz gestellt worden sind. Nach Informationen der Nachrichtenagentur PAP gibt es im ganzen Land inzwischen wieder mehr als 30.000 freilebende Tiere. Der Großteil von ihnen konzentriert sich auf den Nordosten, in dem auch der Unfallort liegt.
Eine Statistik über Elch-Unfälle gibt es laut PAP zwar nicht, doch zeigen Unfallberichte regelmäßig, dass sich die Zusammenstöße in den vergangenen Jahren häuften. Dies liegt nach Aussagen von Experten auch daran, dass früher zusammenhängende Naturgebiete mittlerweile durch Straßen zerschnitten worden seien. Dass Verkehrsunfälle mit Elchen für Menschen tödlich enden, ist aber auch in Polen ungewöhnlich.
Online-Bericht des TV-Nachrichtensenders TVN24.pl, Polnisch
Informationen der Nachrichtenagentur PAP zu Elchen in Polen, auf Polnisch
© dpa-infocom, dpa:261003-930-784300/2













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