Bayern
Update 26.10.2026 - 17:42 Uhr

Mann in Dingolfing an Haustür erschossen

Großeinsatz der Polizei in Niederbayern: Ein Unbekannter klingelt bei einem Ehepaar und erschießt den Mann an der Tür. Die Polizei mahnt zur Vorsicht, da der Schütze weiter bewaffnet sein könnte.

Vor einem Einfamilienhaus im bayerischen Dingolfing weht ein Flatterband zur Absperrung: Ein 43 Jahre alter Mann ist dort nach Polizeiangaben beim Öffnen seiner Haustür von einem Unbekannten niedergeschossen und tödlich verletzt worden. Der Täter sei geflüchtet, hieß es, wohl in einem schwarzen Wagen mit getönten Scheiben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes.

Ersten Erkenntnissen nach klingelte der mutmaßliche Angreifer zur Mittagszeit bei einem Ehepaar. Nachdem der Mann geöffnet hatte, habe der Unbekannte mindestens einen Schuss abgegeben, teilte die Polizei mit. Angehörige hätten einen Notruf getätigt. Die Polizei fahndete mit einer Vielzahl an Streifenwagen sowie einem Hubschrauber nach dem Tatverdächtigen. Am Nachmittag sei die gezielte Suche eingestellt worden, sagte ein Sprecher.

Das 43-jährige Opfer habe bei dem Angriff schwere Verletzungen erlitten und sei trotz Reanimationsmaßnahmen noch am Tatort gestorben. Die Angehörigen seien von einem Kriseninterventionsteam betreut worden.

Polizei bittet Bevölkerung: Nicht in Gefahr begeben

Informationen zu Motiv und Tathergang liegen nach Angaben der Polizei noch nicht vor. Unklar sei auch, ob sich Täter und Opfer kannten. Es soll ein Gespräch an der Tür gegeben haben, sagte eine Polizeisprecherin. Details hierzu gab es nicht. Ebenso ist nicht bekannt, ob in dem Fluchtfahrzeug weitere Personen saßen oder ob der Angreifer alleine unterwegs war.

Weil der Tatverdächtige weiterhin bewaffnet sein könnte, bittet die Polizei die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen zu melden und sich nicht in Gefahr zu begeben.

Aktuell liefen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Landshut Maßnahmen zur Spuren- und Beweismittelsicherung, teilte die Polizei mit. Zudem sollen mögliche Zeugen vernommen werden.

© dpa-infocom, dpa:261026-930-895963/1

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