München
01.12.2021 - 14:01 Uhr

Bahnverkehr um München wegen Explosion einer Fliegerbombe eingestellt

Jedes Jahr werden in Deutschland unzählige Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen. Normalerweise läuft alles glimpflich ab und die Bomben werden entschärft. Auf einer Baustelle in München kam es aber nun zu einem schlimmen Unglück.

Das Blaulicht leuchtet auf einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild Bild: Robert Michael
Das Blaulicht leuchtet auf einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Bei der Explosion einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Mittwoch in München mehrere Menschen verletzt worden. Die Detonation habe sich auf einer Baustelle der Deutschen Bahn in der Nähe der Donnersbergerbrücke ereignet, teilte die Polizei mit. Dabei sei ein Mensch schwer verletzt worden, zwei weitere Personen leicht. Experten des Kampfmittelräumdienstes wurden in die Ermittlungen einbezogen.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war am Mittag am Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Bei Bohrungen sei eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe getroffen worden, informierte Herrmann, der den Verletzten gute Genesung wünschte. Warum die Bombe nicht vorab entdeckt wurde, ist noch unklar. Normalerweise werde bei Bauarbeiten in der Münchner Innenstadt immer genau und regelmäßig sondiert, wo Blindgänger liegen könnten.

Der Bahnverkehr um den Münchner Hauptbahnhof wurde eingestellt. Das betreffe Fern- und Nahverkehr, sagte ein Bahnsprecher. Wie lange der Verkehr stillsteht, war zunächst unklar. Polizei und Feuerwehr rückten zu einem Großeinsatz aus.

Nach Auskunft der Polizei hatte es einen lauten Knall gegeben, anschließend bildete sich eine Rauchsäule. Die Feuerwehr sprach von einer Explosion. "Wir sind dabei, die Personen zu versorgen", sagte ein Feuerwehrsprecher vor Ort.

Die Donnersbergerbrücke liegt unweit des Hauptbahnhofs im Zentrum Münchens auf der Stammstrecke der Münchner S-Bahn. Zahlreiche Feuerwehrwagen und rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort, ein Bundespolizeihubschrauber kreiste über der Gegend.

© dpa-infocom, dpa:211201-99-213866/2

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Schwandorf01.12.2021
 
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