25.08.2022 - 15:01 Uhr

Bayerische Regiobahn sieht Preiserhöhungen kommen

Drohen dem Nahverkehr erhöhte Preise? Das befürchtet Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn, Arnulf Schuchmann.

Eine S-Bahn fährt über die Gleise. Bild: Matthias Balk/dpa/Symbolbild
Eine S-Bahn fährt über die Gleise.

Der Geschäftsführer der Bayerischen Regiobahn, Arnulf Schuchmann, ist skeptisch, ob viele Neukunden Bahn und Bus nach Ende des 9-Euro-Tickets weiterhin nutzen werden. „Denn jetzt geht es erst einmal auf dem Preisniveau weiter, das bis Ende April 2022 gegolten hat, und man spricht in der Branche bereits von Preiserhöhungen, die sehr bald kommen“, sagte Schuchmann am Donnerstag.

Er zog eine gemischte Bilanz für das Ende August auslaufenden bundesweiten 9-Euro-Tickets. Einerseits hätten viele Bahn und Bus zu Ausflügen genutzt oder „das Zugfahren ausprobiert, ohne auf Zonen und Verbünde achten zu müssen. Das war sicher der größte Vorteil, die Einfachheit“, sagte Schuchmann. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 habe die Bayerische Regiobahn zwischen 40 und 60 Prozent mehr Nachfrage gehabt.

Aber „übervolle Züge haben so manchem Reisenden die anfängliche Lust auf den ÖPNV leider schnell verdorben“. Dazu kämen Zugausfälle und große Verspätungen aufgrund der maroden Infrastruktur, die immer wieder zu kurzfristigen Sperrungen und Langsamfahrstellen führe. „Dieses Problem wird uns noch lange begleiten und hat während der drei Monate zu viel Verärgerung geführt.“

© dpa-infocom, dpa:220825-99-512868/2

 
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