Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zur Verschärfung der Corona-Regeln in Deutschland muss Bayern nur wenige Anpassungen vornehmen. Diese betreffen die weitergehenden Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte sowie die Umsetzung von 2G im Handel. Außerdem kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, in Bayern schon ab diesem Wochenende ein Zuschauerverbot für Profi-Fußballspiele zu erlassen. Alle Maßnahmen sollen am Freitag auf einer Sondersitzung des Ministerrats in die aktuell geltende bayerische Infektionsschutzverordnung eingearbeitet werden.
Dass bezüglich der Stadionbelegung keine bundesweit einheitliche Regelung zustande gekommen sei, nannte Söder einen "Wermutstropfen" in dem ansonsten erkennbaren gemeinsamen Willen, die Pandemie zu bekämpfen. Er halte "Geisterspiele" für sinnvoll, weil damit vor allem Reisebewegungen von Tausenden Fans quer durch Deutschland verhindert würden. Die von den meisten Ländern befürwortete Begrenzung der Zuschauerkapazität reiche aus seiner Sicht nicht aus. Ausdrücklich begrüßte Söder dagegen, dass die Länder vor allem für ihre Hotspot-Regionen einschränkende Maßnahmen über den 15. Dezember hinaus verlängern könnten. Mit der entsprechend zugesagten Änderung im Bundesinfektionsschutzgesetz sei der Streit mit der neuen Ampel-Koalition beendet, erklärte Söder.
Auf der Kabinettssitzung am Freitag soll nach Angaben Söders auch noch einmal über die Lage an Schulen und Kitas beraten werden. Für ein Vorziehen der Weihnachtsferien auf den 20. Dezember sah Söder aktuell keinen Anlass, da sich die Infektionszahlen derzeit wieder nach unten bewegten. Sollte sich das wieder ändern, sei er für eine erneute Diskussion offen. Insgesamt habe aber die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts Priorität. Zudem seien die Schulen wegen der regelmäßigen Tests ohnehin besonders sichere Orte.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.