Ministerpräsident Markus Söder hatte sein Ziel formuliert. Im September solle in jedem Klassenzimmer ein mobiler Lüfter sein. Aber die Beschaffung und Installation dauert. Auch die Finanzierung der Luftfilter zu jeweils 50 Prozent zwischen Freistaat und Kommunen bleibt umstritten. Weil die Delta-Variante des Coronavirus so gefährlich sei, sollten laut Gemeindetagspräsident Uwe Brandl (CSU) die strengen Ausschreibungs- und Angebotsfristen für den Lüfterkauf gesenkt werden können. Statt einer europaweiten Ausschreibung wären so nur drei Vergleichsangebote erforderlich.
Im Anschluss an die Kabinettssitzung gab Bayerns Kultusminister Michael Piazolo bekannt, dass derzeit mehr als 99 Prozent der Klassen im Präsenzunterricht sind. Der Wegfall der Maskenpflicht am Platz sei gut angekommen und habe nicht zu einer Erhöhung der Fallzahlen geführt. Besonders bei 5- bis 9-Jährigen sei ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen. Ziel und "fester Wille" bleibe Präsenzunterricht ab September. AHA-Regeln, lüften und auch Maske gelten auch im kommenden Schuljahr als wichtige Bestandteile im Kampf gegen die Pandemie. Auch die Teststrategie solle fortgeführt werden.
Mobile Luftreiniger bleiben laut Kultusminister Michael Piazolo eine Ergänzung zum "entscheidenden" Lüften. Es gebe dazu ein Angebot Bayerns an die Kommunen, 50 Prozent der Kosten für 60.000 Schulzimmer sowie 50.000 Kita-Räume zu übernehmen. Dafür stehen 200 Millionen Euro zur Verfügung. Es werde ein Impfangebot für volljährige Schüler geben.















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