Bayern
27.06.2023 - 12:18 Uhr

50 Objekte in ganz Bayern wegen Kinderpornografie durchsucht

Der zweite Aktionstag gegen Kinderpornografie zog am Montag Hausdurchsuchungen, Vernehmungen, Sicherstellungen von Smartphones, Rechnern, Laptops und Datenträgern in ganz Bayern nach sich.

Das BKA ermittelt im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt und der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Symbolbild). Bild: Arne Dedert/dpa
Das BKA ermittelt im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt und der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Symbolbild).

Ermittler haben am Dienstagmorgen mehr als 50 Objekte in Bayern wegen Verdachts auf kinderpornografisches Material durchsucht. Rund 270 Polizisten seien in allen Regierungsbezirken des Freistaats im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in München. Auch speziell trainierte Spürhunde zum Finden von Datenträgern kamen zum Einsatz. Die Ermittlungen richteten sich demnach gegen 55 Beschuldigte im Alter zwischen 18 und 73 Jahren.

Im Einsatz waren insgesamt 238 Polizeibeamte aller bayerischen Polizeipräsidien. Der Verdacht: Verbreitung und Besitz kinderpornografischer Inhalte. Eine ganze Reihe von Beschuldigten, gegen die sich der gestrige Aktionstag richtete, ist verdächtig, sich über einen Filesharing-Anbieter im Clearnet Videos verschafft zu haben, die schwersten und extrem gewalttätigen Missbrauch von Säuglingen zeigen.

Details zu der Aktion unter dem Namen "Operation Weckruf" wollte das Innenministerium am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekanntgeben. Eine Sprecherin des Landeskriminalamts und ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wollten deshalb zunächst keine weiteren Details zu den Ermittlungen nennen.

Unter dem Namen "Operation Weckruf" hatte es schon im Januar 2022 eine ähnliche Durchsuchungsaktion in Bayern gegeben. Dabei waren ebenfalls 55 Beschuldigte wegen Verdachts auf Abbildungen teils gewalttätigen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Säuglingen ins Visier der Ermittler geraten.

© dpa-infocom, dpa:230627-99-200884/2

 
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