23.07.2019 - 01:32 Uhr
BayernDeutschland & Welt

Anhörung: Schwach radioaktives Wasser aus Reaktor in Isar?

Über eine weitere Erlaubnis zur Einleitung schwach radioaktiven Wassers aus dem Garchinger Forschungsreaktor wird heute in einem Erörterungstermin diskutiert. Der Termin ist für zunächst zwei Tage angesetzt.

Am Platz des Zeugentisches steht ein Mikrofon. Foto: Fredrik von Erichsen/Archivbild

Garching. Bürger, Kommunen und Verbände haben rund 1400 Einwendungen eingereicht und können nun ihre Bedenken vorbringen. Die Technische Universität München, die den Forschungsreaktor FRM II betreibt, will die seit 20 Jahren bestehende Genehmigung zur Abwassereinleitung für 30 Jahre verlängern. Die Abwässer stammen aus dem Reaktor sowie aus dem Institut der Radiochemie. Die Uni argumentiert, die neu beantragten Maximalwerte lägen sogar unter den bisher erlaubten. Es gehe dabei auch nur um einen absoluten Maximalwert, der in aller Regel bei Weitem nicht erreicht werde. Zudem seien die Kontrollen engmaschig. Alternativen zur Einleitung in die Isar seien nicht praktikabel.

Die Gegner - darunter Grüne, Bund Naturschutz und der Verein Umweltinstitut - argumentieren, jegliche Radioaktivität müsse vermieden werden. Alternativen müssten geprüft werden. Ohnehin werde der Forschungsreaktor derzeit illegal betrieben. Denn er laufe immer noch mit waffenfähigem hochangereichertem Uran, obwohl er gemäß der Betriebsgenehmigung bis Ende 2010 hätte umgerüstet werden müssen. Der Reaktor werde somit seit acht Jahren unrechtmäßig betrieben.

Landratsamt München zu wasserrechtlichem Verfahren

Dokumente zum wasserrechtlichen Verfahren

Wissenschaftler des FRM II zu Wassereinleitung

TUM zu Wasserrechten

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