Bayern
20.09.2020 - 09:04 Uhr

Augsburger Zoo züchtet einzige bayerische Hühnerrasse nach

Der Augsburger Zoo möchte eine seltene Hühnerart vor dem Aussterben bewahren. Es handelt sich um die einzige bayerische Rasse.

Der Augsburger Zoo will Tiere der seltenen bayerischen Hühnerrasse Augsburger Huhn vor dem Aussterben bewahren. Symbolbild: Stefan Puchner/dpa
Der Augsburger Zoo will Tiere der seltenen bayerischen Hühnerrasse Augsburger Huhn vor dem Aussterben bewahren.

Der Augsburger Zoo will im Rahmen eines bundesweiten Artenschutzprojektes eine seltene bayerische Hühnerrasse vor dem Aussterben bewahren. Wie der Zoo berichtete, seien derzeit sechs Tiere der Rasse Augsburger Huhn in der Eingewöhnungszeit und sollen künftig im Gehege der Zwergesel leben. „Das Augsburger Huhn ist die einzige bayerische Hühnerrasse“, teilte der schwäbische Tiergarten mit. Sie sei in der höchsten Gefährdungsklasse als „extrem gefährdet“ eingestuft.

Rasse im Jahr 1870 erstmals gezüchtet

Die Hühnerrasse wurde 1870 in Haunstetten, heute ein Stadtteil von Augsburg, erstmals gezüchtet. „Es handelt sich um ein klassisches Zweinutzungshuhn mit sehr gutem Fleischansatz und hoher Legeleistung“, berichtete der Zoo. Als Zweinutzungshuhn werden Tiere bezeichnet, die sowohl zum Eierlegen als auch zum Schlachten gehalten werden.

Die Hühner sind nun wegen eines Projekts des Verbandes der Zoologischen Gärten in Berlin in den Zoo gekommen. Die in dem Verband organisierten Zoos wollen gemeinsam einheimische Rinder-, Ziegen-, Schweine- und Hühnerrassen vor dem Aussterben retten. „Viele Menschen denken beim Artenschutz zuerst an Wildtiere, dabei sind auch 64 Prozent aller einheimischen Haustierrassen gefährdet“, sagte Andreas Casdorff vom Vorstand des Zooverbandes. Die Zoos seien mit ihrer Expertise dazu prädestiniert, das Verschwinden dieser biologischen Vielfalt aufzuhalten.

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Thüringer Waldziege und Leicoma-Schwein

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Bundesagrarministerium gefördert. Weitere Rassen, die dabei gezüchtet werden sollen, sind beispielsweise die Thüringer Waldziege und das Leicoma-Schwein, das früher besonders in der DDR verbreitet war.

Mitteilung des Zooverbands

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