Bayern
26.02.2021 - 11:09 Uhr

AWO-Chef: Gefahr einer verlorenen Generation

Die AWO in Bayern befürchtet eine "verlorene Generation". Sie hält die Einschränkungen in der Corona-Pandemie für ein Entwicklungshemmnis bei Kindern und Jugendlichen.

Die AWO befürchtet eine "verlorene Generation" Bild: Frank Rumpenhorst/dpa
Die AWO befürchtet eine "verlorene Generation"

Die Arbeiterwohlfahrt in Bayern sieht wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie die „Gefahr einer verlorenen Generation“. „Kinder und Jugendliche brauchen Abwechslung, Freizeitangebote und ihre Freund*innen“, sagte der Landesvorsitzende Thomas Beyer am Freitag in München. Durch die Kontaktbeschränkungen jedoch würden sie ausgerechnet in jener Lebensphase in ihrer Entwicklung gehemmt, „in der sie sich für gewöhnlich selbst finden und ihre Sozialisation stattfindet“.

„Es ist keinesfalls übertrieben zu sagen, dass die Gefahr einer verlorenen Generation besteht“, sagte Beyer. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigten, dass Einsamkeit, Zukunftsängste, Bewegungsmangel und die fehlende Möglichkeit zum Austausch und zum Sammeln von Erfahrungen schon deutliche Spuren beim Nachwuchs hinterließen. Beyer forderte deshalb, Freizeitangebote wie Jugendzentren und Vereine umgehend wieder zu öffnen. Im Sommer habe sich gezeigt, dass sich die Kinder und Jugendlichen sehr gut an die Hygienekonzepte hielten.

Oberpfalz25.05.2022
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.