10.09.2020 - 20:08 Uhr
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Bayerische Dialektik: A Hund is a scho

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Immer eine Extrawurst: Die bayerische CSU versteht sich als erfolgreichste Volkspartei Europas. Jürgen Herda kommentiert die nicht überall geschätzte, 75-jährige Erfolgsgeschichte.

Derbleckte CSU-Bazis: Der Geist Franz Josef Strauß' las beim Bockbierabend in Rieden Horst Seehofer und Markus Söder die Leviten.
von Jürgen Herda Kontakt Profil
Kommentar

A Hund is a scho, gehört zu den Komplimenten, die man wohl nur in Bayern versteht. In diesem Satz steckt alles, was die CSU ausmacht. Man darf in der bayerischen Politik ein Bazi sein, aber bitte erfolgreich. Die Gründer der CSU, Franz Josef Strauß und Alois Hundhammer, haben diese Maxime bis zur Schmerzgrenze ausgedehnt.

Geliebt und gehasst: Die CSU polarisiert auf hohem Niveau.

Amberg

Ob Bayernpartei oder Vertriebene: Die CSU sog in Bayern alles auf, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Zu viel Macht macht übermütig. Nach dem Tod des Übervaters aller Bazis begann das Amigo-Imperium zu bröckeln.

Streber Stoiber und wendiger Seehofer

Der detailversessene Edmund Stoiber führte die CSU noch einmal zu neuen Höhen. Bis er sich nach der Niederlage gegen Schröder und dem Rückzug vom Trostpreis Superministerium selbst ins bayerische Abseits manövrierte.

Der wendige Horst Seehofer stoppte die langsame Erosion der CSU-Wahlergebnisse - bis er nicht nur den politischen Gegner, sondern sich selbst schwindelig spielte. Aus seinem Windschatten trat ausgerechnet das wandelnde Chamäleon Markus Söder hervor. Wer hätte dem fränkischen Polit-Shrek zugetraut, je einer Mehrheit der Deutschen als kanzlerabel zu gelten? A Hund is a scho!

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