Bayern
25.06.2021 - 08:35 Uhr

Drachenlord: Gemeinde erlässt Allgemeinverfügung gegen Hass-Demos

Schluss mit dem Dauerärger um die Hass-Demonstranten gegen den umstrittenen Youtuber "Drachenlord": Die mittelfränkische Gemeinde Emskirchen greift durch und hat eine Allgemeinverfügung erlassen. Bei Verstoß drohen hohe Strafen.

Polizisten bei einer Hass-Demo gegen den Youtuber "Drachenlord". Trotz eines Versammlungsverbots waren damals mehrere Hundert Menschen zu der Demonstration gekommen. Bild: David Oßwald/dpa
Polizisten bei einer Hass-Demo gegen den Youtuber "Drachenlord". Trotz eines Versammlungsverbots waren damals mehrere Hundert Menschen zu der Demonstration gekommen.

Die mittelfränkische Gemeinde Emskirchen hat genug von dem Dauer-Ärger um den umstrittenen YouTuber "Drachenlord". Sie hat eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der ab Dienstag im Ortsteil Altschauerberg unter anderem größere Menschenansammlungen und alle möglichen Gegenstände, die als Waffe oder Wurfgeschoss dienen könnten, verboten sind. Die Polizei wies auf Facebook darauf hin, dass allen, die sich nicht daran hielten, eine Geldstrafe von bis zu 1000 Euro drohen könnte. Zwischen dem YouTuber, der unter dem Namen "Drachenlord" seit mehreren Jahren Videos über sein Leben veröffentlicht, und seinen Gegnern gibt es immer wieder Streit. Er provoziert in seinen Clips mit zum Teil extremen Ansichten.

Demonstrationen und Krawalle rund um das Haus des YouTubers rufen seit Jahren regelmäßig die Polizei auf den Plan. Medien hatten zuvor berichtet, dass die Gemeinde mit der Allgemeinverfügung die "anhaltende Einsatzbelastung" reduzieren wolle. "Eine Zeit lang ist es weniger, dann flammt es wieder auf", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Dienstag.

Zuweilen versammelten sich weit mehr als 100 Menschen in dem Ortsteil - zum Teil von weit her angereist. Ein Betretungsverbot verhindert nun, dass diejenigen, die innerhalb der letzten drei Jahre ein Platzverweis erhalten hatten, wieder kommen dürfen.

Die Polizei Mittelfranken hat das auf Facebook veröffentlicht

In einer Reportage wurde sich mit dem Mobbing-Tourismus auseinandergesetzt

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.