Weiden in der Oberpfalz
01.02.2026 - 19:49 Uhr

Mutiger Auftritt der Blue Devils Weiden in Krefeld bleibt unbelohnt

Starke Moral trotz Niederlage: Die Blue Devils boten Spitzenreiter Krefeld über 60 Minuten Paroli, kämpften sich mehrfach zurück und glichen sogar zum 4:4 aus. Am Ende fehlte in Überzahlsituationen die letzte Konsequenz.

Michael McNiven hielt im Weidener Kasten und erhielt in dieser Szene Unterstützung von Fabian Voit, Alex-Olivier Voyer und Luis Marusch. Bild: samla.de
Michael McNiven hielt im Weidener Kasten und erhielt in dieser Szene Unterstützung von Fabian Voit, Alex-Olivier Voyer und Luis Marusch.

Die Blue Devils Weiden haben am Sonntagabend das Auswärtsspiel in der DEL2 vor 6360 Zuschauern in der "Yayla-Arena" gegen die Krefeld Pinguine mit 7:4 verloren. Dabei zeigten die Blue Devils lange einen mutigen Auftritt. Die Gäste leisteten sich aber zu viele Ungenauigkeiten, um etwas Zählbares aus der Seidenstadt mitzunehmen.

Interimscoach Jürgen Rumrich musste beim Auswärtsspiel weiterhin auf mehrere Akteure verzichten. Neben den Langzeitverletzten Rubes, Jermain und Filin fehlte erneut Torhüter Felix Noack und Fabian Ribnitzky. Nach der bitteren Heimniederlage am Freitag kam zudem ein weiterer Rückschlag hinzu: Tommy Muck, eigentlich ein kaum ersetzbarer Leistungsträger, verletzte sich im Spiel gegen Freiburg und stand ebenfalls nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Zach Tsekos in den Kader zurück, nachdem er zuletzt als überzähliger Kontingentspieler pausieren musste. Zwischen den Pfosten erhielt erneut Michael McNiven das Vertrauen.

Die Blue Devils starteten beim souveränen Spitzenreiter furchtlos und setzten in den Anfangsminuten klare Akzente. Mit viel Tempo und Aggressivität erspielten sich die Oberpfälzer sogar ein deutliches Übergewicht, das sich auch in zwei frühen Powerplays widerspiegelte. Die zweite Überzahl nutzte Noah Samanski eiskalt zur verdienten Führung. Doch ein unnötiger Fehler im Aufbauspiel brachte die Gastgeber zurück ins Spiel: Marusch verlor die Scheibe, Cerny tauchte frei vor McNiven auf und glich aus.

Weiden ließ sich davon nicht beirren und jubelte wenig später erneut, als Voyer traf – der Videobeweis machte dem Treffer jedoch einen Strich durch die Rechnung. Kurz darauf gerieten die Devils in doppelte Unterzahl, die der Spitzenreiter zur Führung nutzte. Die Partie wurde zunehmend hitziger, ehe Dybowski mit einer völlig überharten Aktion gegen Voit die Spieldauer sah. Damit durfte Weiden den Mittelabschnitt noch vier Minuten in Überzahl beginnen.

Die lange Überzahlphase konnten die Blue Devils jedoch nicht nutzen. Insgesamt neun Minuten spielten sie mit einem Mann mehr, doch echte Durchschlagskraft entwickelten sie kaum – das Fehlen von Spielmacher Tomas Rubes war einmal mehr deutlich zu spüren. Kaum war Krefeld wieder komplett, schlugen die Gastgeber eiskalt zu: Santos stellte auf 3:1 für die Seidenstädter. Danach nahm die Partie richtig Fahrt auf. Es ging hin und her, Chancen gab es auf beiden Seiten, doch sowohl McNiven als auch sein Gegenüber Danny aus den Birken zeigten starke Reflexe und bewahrten ihre Teams vor Gegentoren.

Die Blue Devils warfen im Schlussdrittel noch einmal alles in die Waagschale – und wurden früh belohnt. Voyer verkürzte und brachte neue Hoffnung, auch wenn Müller nur eine Minute später den Zwei-Tore-Vorsprung für Krefeld wiederherstellte. Weiden zeigte jedoch enorme Moral: In der 47. Minute traf Ward zum erneuten Anschluss und hielt die Partie offen. Kurz darauf bot sich in Überzahl die große Chance – und Pokorny nutzte sie eiskalt zum 4:4-Ausgleich.

Die Oberpfälzer blieben am Drücker, doch Krefeld trat im Stile einer Spitzenmannschaft auf: Ein schneller Gegenstoß reichte und Ex-Devil Daniel Bruch traf zum 5:4. Trotz aller Bemühungen gelang den Blue Devils der erneute Ausgleich nicht mehr. Im Gegenteil: In Unterzahl kassierten die Weidener noch das 6:4´. Als McNiven zugunsten eines weiteren Feldspielers das Eis verließ, traf Weiß zum 7:4-Endstand ins verwaiste Weidener Tor.

Krefeld Pinguine: aus den Birken - Vandane, Korus, Dybowski, Köhler, Konze, Mebus - Santos, Newton, Gogulla, Bruch, Matsumoto, Müller, Cerny, Payerl, Weiß, Schütz, Zengerle, Mäkitalo

Blue Devils Weiden: McNiven - Schwaiger, Pokorny, Bohac, Marusch, Kolb, Edfelder - Ward, Voyer, Gläser, Schiemenz, Voit, Thal, Ne. Samanski, No. Samanski, Vogt, Schwarz, Tsekos, Vinzens

Tore: 0:1 (7.) Noah Samanski (Edfelder, Schiemenz), 1:1 (9.) Cerny, 2:1 (15.) Gogulla (Santos, Müller), 3:1 (29.) Santos (Newton, Gogulla), 3:2 (42.) Voyer (Ward, Tsekos), 4:2 (44.) Müller (Matsumoto, Vandane), 4:3 (47.) Ward (Pokorny, Gläser), 4:4 (50.) Pokorny (Voyer), 5:4 (54.) Bruch (Matsumoto, Müller), 6:4 (56.) Santos (Vandane), 7:4 (58) Weiß – Strafen: Krefeld 19 + Spieldauer für Dybowski, Weiden 16 – SR: Cespiva, Deckert – Zuschauer: 6360

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