Bayern
25.02.2021 - 07:00 Uhr

Nicht einmal halb so viel Umsatz in Bayerns Jugendherbergen

Vereinsausflüge, Klassenfahrten, Ferienlager - kaum möglich in der Corona-Pandemie. Darunter leiden die Jugendherbergen. Wenn es so weiter geht, müssen die ersten Häuser womöglich schließen.

Wie viele Jugendherbergen werden die schwierige Lage überstehen? Bild: Patrick Pleul/dpa
Wie viele Jugendherbergen werden die schwierige Lage überstehen?

Der Umsatz der bayerischen Jugendherbergen ist vergangenes Jahr um mehr als die Hälfte eingebrochen. Die Buchungen von Schulklassen seien im Vergleich zum Vorjahr sogar um 80 Prozent zurückgegangen, teilte das Bayerische Jugendherbergswerk (DJH) am Donnerstag mit.

Mehr als 385 000 Menschen blieben nach Angaben des Verbands 2020 in bayerischen Jugendherbergen über Nacht, im Vorjahr waren es noch über eine Million Übernachtungen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 61 Prozent. Vor allem die Schulklassen blieben demnach weg: Nur rund 74 000 Schüler übernachteten 2020, im Jahr davor waren es noch fast 374 000.

Der Umsatz ging laut Verband in demselben Zeitraum von mehr als 43 Millionen auf 18 Millionen zurück. „Ohne die schnelle Hilfe im Sommer letzten Jahres hätte dem DJH vermutlich die Insolvenz gedroht“, erklärte Klaus Umbach, Präsident des Bayerischen Jugendherbergswerks.

Der anhaltende Lockdown sorge bei den 58 Jugendherbergen in Bayern wieder für Zukunftsängste. Übernachtungen müssten deshalb so schnell wie möglich erlaubt werden, forderte Umbach. „Die Jugendherbergen sind dafür bestens vorbereitet; wenn Schule in Präsenz wieder stattfinden kann, dann allemal auch Klassenfahrten.“

Oberpfalz25.05.2022
 
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