Bayern
05.10.2022 - 10:40 Uhr

Elfjährige auf Schulgelände von Laster getötet

Ein Laster fährt rückwärts auf das Gelände einer Schule. Dabei erfasst er ein Mädchen. Die Schülerin ist sofort tot. Andere Kinder müssen das schreckliche Geschehen mitansehen.

In Unterfranken ist ein Mädchen von einem Laster überfahren worden. Bild: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa/
In Unterfranken ist ein Mädchen von einem Laster überfahren worden.

Eine Elfjährige ist auf einem Schulgelände in Haßfurt in Unterfranken von einem Lastwagen überrollt und getötet worden. Ein 48-jähriger Getränkelieferant sei mit einem Lkw rückwärts auf das Gelände im Bereich des Gymnasiums gefahren, um anzuliefern, teilte die Polizei mit. Beim Rückwärtsfahren habe er die Schülerin angefahren. Das Mädchen habe so schwere Verletzungen gehabt, dass es sofort gestorben sei.

Mehrere Schüler hätten das Unglück, das sich gegen 14 Uhr ereignete, ansehen müssen, sagte ein Polizeisprecher. Die Kinder würden von einem Krisenteam psychologisch betreut. Der 48 Jahre alte Lkw-Fahrer habe einen Schock erlitten. Die Angehörigen der Gymnasiastin seien vor Ort und würden ebenfalls von einem Team betreut.

Auf dem Gelände des Schulzentrums liegt auch eine Grund- und Mittelschule. Um den Unfallort richteten die Retter einen Sichtschutz ein. Die Polizei ermittelt nun weiter, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Bis die Ursache für einen tödlichen Unfall auf einem Schulgelände im unterfränkischen Haßfurt geklärt ist, könnten noch Wochen vergehen. „Im Schnitt dauert so etwas sechs bis acht Wochen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Eine Sachverständige der Dekra sei noch am Dienstag am Unfallort gewesen und erstelle nun ein Gutachten. „Da wird beispielsweise drinstehen, ob am Lkw etwas kaputt war.“ Bisher seien viele Fragen ungeklärt, etwa ob das tödlich verletzte Mädchen den Laster hören konnte. Bei vielen Lastwagen ertönt beim Rückwärtsfahren ein Piep-Signal, das Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern verhindern soll.

© dpa-infocom, dpa:221004-99-03337/3

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