Bayern
11.06.2022 - 17:30 Uhr

Erneute Warnung vor Ecstasy im Champagner

Nach einem Todesfall sowie schweren Erkrankungen wegen flüssigen Ecstasys in Champagner-Flaschen gibt es jetzt eine Warnung für eine weitere Chargennummer bei "Moët & Chandon Ice Imperial" in der Drei-Liter-Flasche.

Die niederländische Behörde für Nahrungsmittel NVWA hat Verbraucher auch in Deutschland zur Vorsicht beim Trinken von Champagner der Marke „Moët & Chandon Ice Impérial“ im 3-Liter-Format gemahnt. Bild: ca
Die niederländische Behörde für Nahrungsmittel NVWA hat Verbraucher auch in Deutschland zur Vorsicht beim Trinken von Champagner der Marke „Moët & Chandon Ice Impérial“ im 3-Liter-Format gemahnt.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt eindringlich vor dem Konsum des Champagners der Marke "Moët & Chandon". In Abfüllungen der Sorte Ice Impérial (3-Liter-Flasche) sei erneut eine lebensgefährliche Menge an Drogen der Sorte MDMA gefunden worden. Das ist bereits der zweite Rückruf für diese Sorte in diesem Jahr:

Im Februar ist in Weiden ein Mann gestorben nachdem er aus einer Champagner-Flasche getrunken hatte, die hochkonzentriertes Ecstasy enthielt. Weitere Personen wurden verletzt. Die niederländische Behörde für Nahrungsmittel (NVWA) warnte daraufhin vor einem bestimmten Champagner. Die NVWA hatte auch das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz alarmiert.

Nun ist bei "Moët & Chandon Ice Imperial" auch die Chargennummer LAK5SAA6490005 betroffen. Die Warnung vor der Chargennummer LAJ7QAB6780004 besteht weiter. Chargennummern sind auf der Rückseite der Flasche zu finden. Diese Flaschen können die Droge Ecstasy enthalten. Kleinste Mengen davon können lebensgefährlich sein.

Flüssiges Ecstasy (MDMA) hat eine rötlich-braune Farbe und riecht nach Anis, heißt es in der Warnung. Von außen seien mit MDMA gefüllte Flaschen nicht von mit Champagner gefüllten Flaschen zu unterscheiden. "Die Einnahme eines kleinen Schluckes kann tödlich sein", so das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

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