Bayern
06.10.2023 - 13:49 Uhr

Fußbruch führt zu Cannabis-Plantagen und Schwarzpulver

Ein Rettungseinsatz wegen eines Fußbruchs bei Hilpoltstein führte zu mehreren Cannabisplantagen und zu Schwarzpulver. Drei Männer müssen sich nun wegen verschiedener Delikte strafrechtlich verantworten.

Ein Rettungseinsatz wegen eines Fußbruchs bei Hilpoltstein führte zu mehreren Cannabisplantagen. Symbolbild: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Ein Rettungseinsatz wegen eines Fußbruchs bei Hilpoltstein führte zu mehreren Cannabisplantagen.

Ein Mann hat sich am Dienstagnachmittag bei der Polizei gemeldet und um Hilfe gebeten. Er befände sich in einer Sandgrube in der Nähe von Hilpoltstein mit zwei weiteren Personen, um dort Parcours-Sport zu betreiben. Einer seiner Freunde habe sich den Fuß gebrochen.

Wie die Polizei meldet, rückten Rettungsdienst und eine Streife aus. Am Einsatzort trafen die Beamten auf einen am Bein verletzten Mann (34) und seine Begleiter im Alter von 33 und 34 Jahren.

Während der Versorgung des Mannes stellten die Einsatzkräfte fest, dass es stark nach Marihuana roch. Auch auffällig: Die Männer trugen keine Sport-, sondern teils Gärtnerbekleidung und hatten eine Gartenschere und Taschenmesser dabei. Stutzig geworden suchten die Beamten den Bereich ab und fanden mehrere Tüten frisch geerntete Cannabispflanzen und auch die Plantage. Da der dringende Verdacht bestand, dass sich die Männer nicht zum Sport, sondern zur Cannabisernte trafen, ordnete die Staatsanwaltschaft die Durchsuchung der Wohnungen der drei Männer an.

Insgesamt stießen die Ermittler auf fünf weitere Cannabis-Plantagen, welche sich zum Teil in den Wohnungen der Personen und zum Teil in Gärten befanden. Das Fachkommissariat stellte gut 75 Kilogramm Cannabispflanzen sicher. Zudem fanden die Beamten in der Wohnung des verletzten 34-Jährigen eine Vielzahl von Chemikalien und Schwarzpulver, mit welchen er offensichtlich pyrotechnische Gegenstände (u.a. Rauchtöpfe) herstellte. Das Trio muss sich nun unter anderem wegen mehrerer Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

 
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