Bayern
25.01.2022 - 15:46 Uhr

Kabinett lässt wieder mehr Zuschauer in Kultur und Sport zu

Es dürfen wieder mehr Zuschauer zu Kultur- und Sportveranstaltungen. Auch die Geisterspiele in der Bundesliga sind damit vorbei. Allerdings ist die Auslastung streng gedeckelt. Das hat das Kabinett beschlossen.

In den Bundesligastadien in Bayern werden wieder Zuschauer zugelassen. Archivbild: Matthias Schrader
In den Bundesligastadien in Bayern werden wieder Zuschauer zugelassen.

Das bayerische Kabinett kam am Dienstag in einer Videokonferenz zusammen und beschloss erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen für Sport und Kultur. Zwar hatten Bund und Länder sich am Montag in Berlin beschlossen an den geltenden Regelungen festzuhalten, doch Bayern um Ministerpräsident Markus Söder lockert dennoch. Folgende Beschlüsse wurden vom Kabinett gefasst und gelten ab 27. Januar:

Mehr Zuschauer bei Kultur und Sport

Bei Kulturveranstaltungen in Bayern sind künftig wieder doppelt so viele Zuschauer erlaubt wie bisher: In Theatern, Kinos und bei anderen kulturellen Events ist von Donnerstag an wieder eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt - bisher waren es 25 Prozent. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Zugleich wird das Komplett-Verbot für große überregionale Kulturveranstaltungen aufgehoben: Werden mehr als 1000 Zuschauer erwartet, darf die Zuschauer-Kapazität zu maximal 25 Prozent ausgelastet werden. Wie bei großen Sport-Events gilt, etwa für Konzerte, eine absolute Personenobergrenze von 10 000 Zuschauern. Die Zugangsregeln (2G plus beziehungsweise 2G) gelten bei alledem unverändert, zudem gilt bei Veranstaltungen eine FFP2-Maskenpflicht.

In Kinos und Theatern sollen laut Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) im Vollzug nicht überall die Mindestabstände eingehalten werden müssen - es soll jedenfalls eine Auslastung von 50 Prozent ermöglicht werden.

In der Fußball-Bundesliga darf in Bayern wieder vor bis zu 10 000 Zuschauern gespielt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München damit bis auf Weiteres das Ende der Geisterspiele. Die Regelung gilt auch für andere Profiligen. Neben der Personenobergrenze von 10 000 gelten für die überregionalen Sportveranstaltungen weitere Einschränkungen: Es dürfen maximal 25 Prozent der Kapazitäten genutzt werden, die Fans müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein (oder geboostert) sowie eine FFP2-Maske tragen. Dazu gilt ein Alkoholverbot.

Jugendarbeit

Nach viel Kritik in den vergangenen Wochen hat das bayerische Kabinett eine Lockerung der Zugangsregeln für Angebote der Jugendarbeit beschlossen: Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, müssen nun keinen Impfnachweis und keinen weiteren Test mehr vorlegen. Die erleichterten Zugangsregeln sollen von Donnerstag an gelten. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mit.

Formelles Ende von 2G im Einzelhandel

Ein Gericht hatte die 2G-Regel im Einzelhandel bereits gekippt, nun zieht das bayerische Kabinett auch formell nach und beendet die Regelung. Im Handel gilt weiterhin die FFP2-Maske und die Quadratmeterbeschränkung.

Hotspot-Regel bleibt ausgesetzt

Die sogenannte Hotspot-Regelung, wonach in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 - das sind aktuell schon 30 - eigentlich viele Bereiche geschlossen werden müssten, bleibt laut Kabinettsbeschluss weiter ausgesetzt. Die Staatsregierung hält derartige regionale Lockdowns für unnötig und unangemessen, weil die hohen Sieben-Tage-Inzidenzen anders als bei früheren Virus-Varianten bislang nicht mehr zu einer hohen Krankenhaus-Auslastung führen.

Oberpfalz25.05.2022
 
Kommentare

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Martin Pfeifer

Die neusten Lockerungen sind mal wieder sehr interessant. Bei den Zuschauern von Großveranstaltungen übernimmt man laschere Regelungen von anderen Bundesländern, weil diese den Beschlüssen der Ministerpräsidenten-Konferenz entsprechen. Bei der Gastronomie bleibt es bei 2G, obwohl die Ministerpräsidenten-Konferenz 2Gplus beschlossen hatte.

Die Erfahrungen mit einem Fußball-Bundesliga-Spiel in Köln Mitte Dezmber lassen jedenfalls eins erwarten: Mit Maske sehen wir keinen Zuschauer auf der Tribüne. Freie Fahrt für die Durchseuchung!

25.01.2022
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