Weil er versucht hatte, einer Mutter ihr Baby aus dem Kinderwagen zu rauben, muss sich ein Mann seit Mittwoch am Landgericht Augsburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe das Kind anschließend kinderpornografisch missbrauchen wollen. Die Polizei hatte festgestellt, dass der 23-Jährige vor der versuchten Tat im Internet nach Videos mit Vergewaltigungsszenen von Säuglingen gesucht hatte. Er wurde nach dem Tatversuch festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Der Mann habe die Frau bei einem Spaziergang in Mering (Landkreis Aichach-Friedberg) vom Kinderwagen weggeschubst und versucht, das angeschnallte Kind aus dem Wagen zu nehmen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Er rannte mit dem Kind im Wagen davon, schaffte es jedoch nicht, das im Wagen angegurtete, sieben Wochen alte Mädchen zu entführen – die Mutter kam ihm rechtzeitig in die Quere. Nachdem er gescheitert war, fuhr er laut Anklage mit dem Auto davon, konnte aber kurze Zeit später von der Polizei festgenommen werden.
Der Prozess musste am Mittwoch schon kurz nach Beginn wieder unterbrochen werden. Ein Gutachter hatte nicht erscheinen können. Es sei aber wichtig, dass der Sachverständige eine mögliche Aussage des Angeklagten mitverfolgen könne, sagte ein Gerichtssprecher.
© dpa-infocom, dpa:230621-99-135447/2













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