24.10.2021 - 17:42 Uhr
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Wir müssen unser digitales Gold besser beschützen

Zu oft klicken wir vorschnell auf den „Akzeptieren“-Button, wenn uns neue Datenschutz-Richtlinien im Internet präsentiert werden. Wir dürfen die Kontrolle über unsere Daten aber nicht aus der Hand geben - ein Kommentar.

Viele Unternehmen nutzen digitale Daten, um Geld zu verdienen.
von Sebastian Böhm Kontakt Profil
Kommentar

„Die sollen sich mal nicht so haben, die verdienen Millionen und wollen jetzt noch mehr Geld für ihre Daten?“ Es sind solche Gedanken, die sicher vielen Fußballfans durch den Kopf schwirren, wenn sie das erste Mal von der Bewegung um Ex-Cardiff-Trainer Russel Slade hören. Aber: Die Frage „Was passiert eigentlich mit unseren Daten?“ ist wichtig. Es lohnt sich, diese Debatten zu führen – auch wenn sie in diesem Fall von Fußballmillionären aus England entfacht werden.

Wir sollten uns lieber selbst hinterfragen, ob wir sensibel genug mit dem Thema umgehen. Zu oft klicken wir vorschnell auf den „Akzeptieren“-Button, wenn uns neue Datenschutz-Richtlinien im Internet präsentiert werden. Ganz ehrlich: Die meisten von uns lesen die Texte dazu überhaupt nicht. Und auch unsere Gesundheitsdaten sind für die Smartphones längst kein Geheimnis mehr. Nehmen wir die Jogger als Beispiel: Distanz, Pulsschlag, schnellster Laufabschnitt – die Apps erfassen alles, weil wir es zulassen und ihnen erlauben.Das ist auch okay. Diesen Überblick über seine eigene Leistung zu haben, ist ja auch grandios. Aber es sollte nie selbstverständlich sein, solche Daten preiszugeben, sondern immer eine bewusste Entscheidung.

Wir dürfen die Kontrolle über die Daten nicht komplett aus der Hand geben und sollten uns über ihren Wert bewusst sein. Denn eines ist sicher: Unternehmen wie Facebook und Google wissen um den Wert des digitalen Goldes und werden es weiter schürfen.

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