Nach dem tödlichen Angriff nahe Schloss Neuschwanstein bitten die Ermittler weiterhin Touristen, Fotos und Videos einzusenden. Bisher seien nur ein Dutzend Einsendungen eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Die Polizei geht davon aus, dass es viel Material gibt, aber es etwas dauert, die Menschen zu erreichen, die am Tattag vor Ort gewesen sind.
Auch wenn der mutmaßliche Täter oder die beiden angegriffenen Frauen nur zufällig auf dem Material zu sehen seien, könne dies bei den Ermittlungen helfen, hieß es. Um den Ermittlern Foto- und Videomaterial zukommen zu lassen, hat die Polizei ein spezielles Onlineportal eingerichtet.
In der Nähe des Schlosses Neuschwanstein nahe der bei Touristen beliebten Marienbrücke in Schwangau (Landkreis Ostallgäu) soll am Mittwoch ein Tourist aus den USA zwei Frauen, ebenfalls aus den USA, auf einen Trampelpfad zu einem Aussichtspunkt geführt und sie später in eine Schlucht gestoßen haben. Eine Frau starb in der Nacht auf Donnerstag, die andere ist noch im Krankenhaus. Wann sie entlassen werden kann, ist noch nicht klar. Der 30-jährige Mann sitzt wegen Mordes und Mordversuchs in U-Haft. Die Ermittler gehen von einem versuchten Sexualdelikt aus.
© dpa-infocom, dpa:230616-99-76022/2













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