Bayern
10.11.2021 - 13:38 Uhr

Polizei-Gewerkschaft: Nur stichprobenartige Corona-Kontrollen möglich

Das bayerische Kabinett beschließt schärfere Kontrollen der Corona-Auflagen und droht mit Schließungen bei Verstößen. Aber ist das überhaupt machbar?

Eine Polizeibeamtin trägt ihre Dienstwaffe am Gürtel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild Bild: Arne Dedert
Eine Polizeibeamtin trägt ihre Dienstwaffe am Gürtel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die strengeren Corona-Regeln können aus Sicht der Polizei-Gewerkschaft nur stichprobenartig überwacht werden. „Für flächendeckende Kontrollen haben wir nicht die Einsatzkräfte zur Verfügung“, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern, Jürgen Köhnlein, dem Radiosender Antenne Bayern. Es sei eine reflexartige Reaktion der Politik: „Die Polizei wird es schon richten“.

Neue und verschärfte Kontrollen bedeuteten immer eine Mehrbelastung für die Polizei. „Im Gegensatz zu den Maßnahmen während der andern drei Wellen fahren wir jetzt aktuell schon auf Volllast. Fußballspiele, Demonstrationen - die Veranstaltungslage ist enorm“, betonte Köhnlein laut Mitteilung eines Gewerkschafts-Sprechers vom Mittwoch.

„Ohne die Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei geht das nicht. Die fehlen dann aber wieder bei den anderen Einsätzen oder machen eine Unmenge von Überstunden“, warnte der Gewerkschafts-Chef.

Die Krankenhaus-Ampel war am Montag in Bayern auf Rot gesprungen: Auf den Intensivstationen wurden mehr als 600 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Deshalb gelten im Freistaat deutlich verschärfte Schutzmaßnahmen.

© dpa-infocom, dpa:211110-99-940716/3

Bayern09.11.2021
 
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