Bayern
06.09.2021 - 18:34 Uhr

Schulklassen sollen nicht automatisch komplett in Quarantäne

Nach den Sommerferien sollen Schulklassen, falls ein positiver Corona-Fall in der Klasse nachgewiesen wird, nicht automatisch komplett in Quarantäne gehen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek gab die neuen Vorgaben am Abend bekannt.

In Bayern steht der Schulstart an, in vielen anderen Bundesländern läuft die Schule bereits - mit unterschiedlichen Quarantänevorgaben. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa
In Bayern steht der Schulstart an, in vielen anderen Bundesländern läuft die Schule bereits - mit unterschiedlichen Quarantänevorgaben.

In einer Woche beginnt in Bayern das neue Schuljahr, in vielen anderen Bundesländern hat der Unterricht bereits begonnen. Die Gesundheitsminister der Länder haben sich mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für den gesamten Klassenverband Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund am Montag. Der Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte, dies solle als „Leitplanken“ an die Gesundheitsämter weitergegeben werden. Ziel sei guter Infektionsschutz und so viel Präsenzunterricht wie immer möglich. Der Beschluss wurde laut Holetschek bei Enthaltung zweier Bundesländer angenommen.

Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden und keine Symptome haben, sollen diese demnach frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Dabei sollen die Gesundheitsämter vor Ort im Einzelfall auch abweichend entscheiden können. Quarantäne-Anordnungen sollen generell „mit Augenmaß“ und abhängig von Schutzkonzepten mit Lüftung, Tests und dem Tragen von medizinischen Masken erlassen werden.

Bislang gehen die Länder bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen unterschiedlich damit um, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden. Teilweise werden nur Sitznachbarn in Quarantäne geschickt, teils ganze Klassen.

Beim Thema Auffrischungsimpfungen gibt es laut Gesundheitsminister Klaus Holetschek nun auch die Möglichkeit für Mitglieder von mobilen Impfteams oder des Rettungsdienstes. Voraussetzung sei, dass der vollständige Impfschutz sechs Monate zurückliegt. Auch die Generation 60+ könne eine Auffrischungsimpfung erhalten nach "individueller und ärztlicher Beratung". Auch hier gelte die sechs-Monats-Frist.

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