Bayern
22.08.2022 - 08:27 Uhr

Sexuelle Übergriffe beim Summer Breeze-Festival

Das diesjährige "Summer Breeze Open Air" in Dinkelsbühl ist zu Ende. Während des Metal-Festivals sollen mehrere Frauen beim Crowdsurfing unsittlich berührt worden sein. Die Kriminalpolizei Ansbach ermittelt.

Eine Festival-Besucherin lässt sich während eines Konzerts beim Crowdsurfing über die Menge tragen. Symbolbild: Daniel Karmann/dpa
Eine Festival-Besucherin lässt sich während eines Konzerts beim Crowdsurfing über die Menge tragen.

Während des Metal-Festivals Summer Breeze in Dinkelsbühl ereigneten sich dieses Jahr vermehrt sexuelle Übergriffe auf Besucherinnen. Beim sogenannten Crowdsurfing (Der/Die Konzertbesucher/in wird auf dem Rücken oder Bauch liegend von der Menge über die Menschen (englisch crowd = Menschenmenge) getragen) wurden im Verlauf der Festivaltage fünf Frauen unsittlich berührt. Die Betroffenen haben laut Polizei danach selbst Anzeige erstattet. Die Kriminalpolizei Ansbach hat die Ermittlungen übernommen. In einem der Fälle wird wegen einer schweren Straftat ermittelt. Die Veranstalter hatten erste Vorfälle auf ihrer Facebook-Seite selbst publik gemacht und scharf verurteilt. Per Videoüberwachung seien entsprechende Beweise gesichert worden.

Rund 45.000 Besucher

Abgesehen von den sexuellen Übergriffen zieht die einsatzleitende Polizeiinspektion Ansbach nach fünf Einsatztagen eine überwiegend positive Bilanz. Vom 16. - 20.08.2022 fand in Sinbronn bei Dinkelsbühl (Lkrs. Ansbach) mit dem 25. Summer Breeze Open Air das zweitgrößte Metal-Festival Deutschlands vor bis zu 45.000 Besuchern statt.

Von den rund 80 polizeilich registrierten und meist bei der eigens eingerichteten Festivalwache gemeldeten Vorgängen entfielen nur etwas mehr als zwei Dutzend auf Strafanzeigen - darunter überwiegend Eigentumsdelikte. Beim Rest handelte es sich zu einem großen Teil um Verlust- und Fundangelegenheiten.

In diesem Jahr kam es zu bislang 13 bekannten Fällen des Diebstahls aus den Zelten, Wohnwägen und Campingmobilen der Festivalgäste. Insgesamt wird mit einem Entwendungsschaden von etwas über 5.000 Euro gerechnet. Zudem registrierte die Polizei auch vereinzelte Betrugsdelikte im Zusammenhang mit privat verkauften Tickets. Ein Gast aus Ludwigsburg erwarb ein Ticket über ein gängiges Kleinanzeigenportal. Beim Einlass stellte sich heraus, dass der Verkäufer die Karte im Nachhinein storniert hatte, wodurch sie ihre Gültigkeit verlor.

 
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