Bayern
03.08.2022 - 12:15 Uhr

„Wolf gehört hier nicht her“: Bekenntnis zu Abschuss

Der Abschuss von Wölfen soll erleichtert werden, zumindest in gewissen Regionen – das kündigten Vertreter der bayerischen Regierung an.

Zwei Wolfswelpen stehen auf einem Feld. Bild: Torsten Beuster/-/dpa/Symbolbild
Zwei Wolfswelpen stehen auf einem Feld.

Vertreter der bayerischen Staatsregierung haben sich klar zum leichteren Abschuss von Wölfen in schwer schützbaren Almgebieten bekannt. „Der Wolf gehört hier nicht her. Das ist nicht sein Lebensraum“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch bei der Hauptalmbegehung mit rund 400 Bauern auf der Sieblalm bei Rottach-Egern im Landkreis Miesbach.

Bis zum Ende des Almsommers kündigte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) einen wichtigen Schritt für eine leichtere Entnahme an. Dann sollen im Alpenraum als nicht zumutbar zäunbar bewertete Weideflächen großräumig zusammengefasst werden. Wenn Wölfe Schäden dort an Nutztieren verursachten, könnten sie rascher entnommen oder getötet werden. „Wölfe sind nicht vom Aussterben bedroht - aber unsere Almbauern sind es bald“, warnte Kaniber.

Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) sagte, die Biodiversität der Almen hätten die Bauern durch „der Hände Arbeit“ geschaffen, das dürfe nicht zugunsten des Wolfes gefährdet werden. Die Almen seien eine „echte Arche Noah“, ergänzte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Die Almen seien angesichts der vielen Wanderer auch mit Herdenschutzhunden nicht schützbar.

 
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