Die Unternehmensbeteiligungen des Freistaats befinden sich nach dem Auslaufen der meisten Corona-Beschränkungen auf Erholungskurs. Nach "sehr, sehr schwierigen Jahren" sei die größte Krise nun überwunden, erklärte Finanzminister Albert Füracker (CSU) bei der Vorlage des Beteiligungsberichts 2022 im Haushaltsausschuss. Aktuell ist der Freistaat an 69 Unternehmen beteiligt, neun davon sind reine Staatsbetriebe. Die Zahl der Beschäftigten lag Mitte 2022 mit gut 38 000 leicht über dem Vorjahresniveau, aber deutlich um dem Wert von 2020 mit 39 500.
Wieder auf der Erfolgsspur sind nach Angaben Fürackers die Flughäfen in München und Nürnberg. Gründe dafür seien die "zurückkehrende Reiselust" und die Zunahme geschäftlicher Flugreisen. "Die Lage hat sich stabilisiert, aber wir sind noch nicht raus aus dem Krisenmodus", sagte Füracker. Noch immer lägen die Passagierzahlen rund ein Drittel unter dem Vorkrisen-Niveau. Neue Probleme bereiteten im vergangenen Jahr die stark gestiegenen Energiepreise.
Wirtschaftliche Entwicklung bleibt kompliziert
Am Flughafen in Nürnberg haben sich die Passagierzahlen binnen Jahresfrist auf 3,3 Millionen verdreifacht, berichtete Füracker. Die wirtschaftliche Entwicklung bleibe aber "kompliziert". 2021 hätten die Gesellschafter - also der Freistaat und die Stadt Nürnberg - 25 Millionen zuschießen müssen, 2022 immerhin noch 13 Millionen. Für 2023 seien im Staatshaushalt weitere 3,5 Millionen eingeplant. Trotzdem stehe der Freistaat zu dieser Beteiligung, weil sie für die wirtschaftliche Entwicklung Nordbayerns von zentraler Bedeutung sei, betonte der Minister.
Als erfreulich bezeichnete Füracker die Entwicklung bei der staatlichen Lotterieverwaltung. 2022 konnte diese 469 Millionen Euro Reingewinn an den Staatshaushalt abführen. Überraschend gut laufe das Geschäft in den staatlichen Spielbanken, die 2022 nach ersten Berechnungen den höchsten Bruttospielertrag seit 2007 hätten erzielen können. Der Jahresüberschuss der sieben Casinos betrage voraussichtlich rund 19 Millionen Euro. "Es freut mich, dass die harten Zeiten vorbei sind", erklärte Füracker mit Blick auf die regelmäßigen Verluste in den Vorjahren.













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