24.12.2018 - 16:51 Uhr
BayreuthDeutschland & Welt

Fall Peggy: Tatverdächtiger aus Untersuchungshaft entlassen

Das Amtsgericht Bayreuth hat am Montag, 24. Dezember, auf die Beschwerde des Beschuldigten hin den Haftbefehl gegen den 41-jährigen Tatverdächtigen aufgehoben und den Mann aus der Untersuchungshaft entlassen.

Ein Gedenkstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy auf dem Friedhof in Nordhalben.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Das Amtsgericht hat einen dringenden Tatverdacht verneint, da das widerrufene Teilgeständnis nicht mehr gegen den Beschuldigten verwendet werden könne, das Spurenbild am Ablageort zwar den Verdacht der Verbringung der Leiche, aber nicht ein vorausgegangenes Tötungsdelikt begründe. Da weitere Ermittlungsergebnisse, wie etwa Aussagen anderer Personen, keinen dringenden Tatverdacht für eine Sexualstraftat oder ein Tötungsdelikt zum Nachteil von Peggy begründen würden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken am Montag mit.

Die Staatsanwaltschaft wird die Begründung des Beschlusses und die Rechtslage eingehend überprüfen und entscheiden, ob eine Beschwerde gegen den Beschluss einzulegen sein wird. Hierbei wird auch die Frage, ob die Befragung des Beschuldigten entgegen im September 2018 ohne Verteidiger erfolgen durfte, von Bedeutung sein.

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