21.01.2026 - 03:32 Uhr

Betonplatten-Prozess vor dem Ende

Zwei Männer sollen massive Gegenstände von Autobahnbrücken geworfen haben. Danach waren sie als Retter zur Stelle. Ihnen drohen hohe Haftstrafen.

Prozess wegen versuchten Mordes: Die Angeklagten sollen Gegenstände von Brücken geworfen haben. (Archivbild) Bild: Philipp Schulze/dpa
Prozess wegen versuchten Mordes: Die Angeklagten sollen Gegenstände von Brücken geworfen haben. (Archivbild)

Der Betonplatten-Prozess am Lüneburger Landgericht geht dem Ende entgegen. Für Mittwoch (9.30 Uhr) werden die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung erwartet. Die beiden zum Teil geständigen Angeklagten sollen Unfälle provoziert haben, um sich hinterher als Retter darzustellen. Beide sitzen nach den Würfen von Autobahnbrücken seit Juni vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung zu versuchtem Mord müssen die Angeklagten mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen.

Die beiden sollen Steine, eine Betonplatte und einen Baumstamm von Autobahnbrücken in mehreren Bundesländern geworfen haben – teils auch direkt auf vorbeifahrende Fahrzeuge. Ihnen wird versuchter Mord sowie gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in elf Fällen vorgeworfen. Die Anklagevertreter werfen ihnen vor, die Notlagen selbst geschaffen zu haben, dabei heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt zu haben.

© dpa-infocom, dpa:260121-930-573782/1

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.