10.07.2019 - 17:39 Uhr
Deutschland & Welt

Bevölkerung 2018: Regensburg gewinnt, Amberg verliert

Die Einwohnerzahl in der Oberpfalz steigt im Jahr 2018. Die Entwicklung ist aber regional höchst unterschiedlich.

Der Marktplatz in Amberg.
von Jürgen UmlauftProfil

Die Einwohnerzahl Bayerns hat 2018 erstmals die Marke von 13 Millionen überschritten. Wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch mitteilte, lebten zum Stichtag 31.12.2018 genau 13 076 721 Menschen im Freistaat. Das waren 79 517 mehr als im Vorjahr. Das Bevölkerungswachstum setzte sich damit unvermindert fort, wovon erneut alle Regierungsbezirke profitierten. So stieg die Einwohnerzahl der Oberpfalz um 4862 auf 1 109 269. Der Ausländeranteil erhöhte sich von 8,9 auf 10 Prozent. Von der insgesamt positiven Entwicklung in der Oberpfalz profitierten aber nicht alle Regionen. So verlor die Stadt Amberg 278 Einwohner auf nun 41 970, die Stadt Weiden 22 auf 42 520. Den Verlust von 226 auf 72 504 Einwohner verkraften musste der Landkreis Tirschenreuth, 134 Menschen weniger wohnten im Landkreis Neustadt/WN (94 352). Einen deutlichen Zuwachs um 702 auf 147 189 Einwohner verzeichnete dagegen der Landkreis Schwandorf. Am meisten legte die Region Regensburg zu. Dort lebten zum Jahreswechsel 346 182 Menschen, 3088 mehr als im Vorjahr.

Das bayerische Bevölkerungswachstum ergab sich erneut vor allem aus dem Zuzug in den Freistaat. Der Wanderungssaldo aus Zu- und Wegzügen belief sich auf knapp 86 400 Personen. Ohne die Zuzüge wäre Bayern um rund 7200 Personen geschrumpft. So hoch war 2018 der Sterbeüberschuss, der sich aus 134 800 Todesfällen und 127 600 Geburten errechnete. Die Geburtenzahl war dabei allerdings die höchste seit 1997. Regionalisierte Daten zu Geburten, Sterbefällen und Zuwanderung lagen dem Landesamt noch nicht vor.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärte, Bayern sei dank seiner Attraktivität "weiterhin auf klarem Wachstumskurs". Der Zuwachs stelle die Politik aber auch vor Herausforderungen. "Die Entwicklung ist mit dem Auftrag verbunden, die Ballungsräume zu entlasten und den ländlichen Raum lebens- und liebenswert zu erhalten", teilte Herrmann mit. Gerade dort müsse die Wohnungs- und Arbeitsplatzsituation sowie die Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Internet, Kinderbetreuung, Bildung und Gesundheit noch attraktiver werden. Auch Unternehmen bräuchten weitere Anreize, sich im ländlichen Raum anzusiedeln, meinte Herrmann.

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