05.04.2022 - 17:14 Uhr

Porzellan-Hersteller BHS Tabletop steigert Umsatz um 20 Prozent

Die BHS Tabletop AG hatte im letzten Jahr 20 Prozent mehr Umsatz als noch 2020, geplant sind Investitionen von über fünf Millionen Euro in Technologie und Digitalisierung. Dieses Jahr fangen 26 Auszubildende bei dem Porzellan-Hersteller an.

Die Linie PURITY ist nicht die einzige Neuheit der BHS tabletop im Jahr 2022. Bild: BHS tabletop
Die Linie PURITY ist nicht die einzige Neuheit der BHS tabletop im Jahr 2022.

Die pandemiebedingte Krise des Jahres 2020 hat die BHS Tabletop AG laut Mitteilung weitgehend überwunden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz demnach auf 81,9 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu den 67,5 Millionen Euro im Vorjahr. Während die Ergebnissituation im Gesamtunternehmen negativ sei, verzeichneten die Töchter in Großbritannien und den USA neben gestiegenen Umsatzzahlen bereits wieder eine positive Ergebnissituation. "Unsere umfangreichen Veränderungsmaßnahmen haben nachhaltig zu wirken begonnen", fasst Vorstandsvorsitzender Philipp Diekmann das Geschäftsjahr 2021 zusammen. "Die Coronakrise hat unsere Transformation vom Porzellanhersteller zum agilen Tabletop-Lösungsanbieter beschleunigt." BHS Tabletop hat im vergangenen Jahr die drei Marken Bauscher, Schönwald und Playground sowohl inhaltlich als auch optisch neu aufgestellt, um damit die Zielgruppen eindeutiger anzusprechen.

Vielfältige Vertriebserfolge

Das Umsatzwachstum hing auch mit dem Wiederaufleben des Tourismus zusammen. So wurde unter anderem das neue Kreuzfahrtschiff "Aida Cosma" mit Porzellan von Bauscher ausgestattet.

Mit der Einführung des Warenwirtschaftssystems von SAP steht eine der größten Investition der vergangenen Jahre an. Sie soll "logistische Prozesse beschleunigen, die Effizienz erhöhen und damit zur weiteren Digitalisierung der Prozesskette beitragen".

Am Standort Weiden investiert BHS Tabletop laut eigenen Angaben einen sechsstelligen Betrag in eine Glasieranlage für die Becherfertigung. Dadurch erhöhten sich Flexibilität und Produktqualität. Das Investitionsvolumen in Weiden liege bei fast einer Million Euro. In Schönwald fließt ein mittlerer sechsstelliger Betrag in eine Siebdruckanlage mit Trockner.

An allen Standorten arbeitet BHS demnach an der Reduktion von CO2-Emissionen, beispielsweise durch die stärkere energetische Nutzung der Ofenabwärme. Zudem setzt das Unternehmen verstärkt auf die eigene Ausbildung: Alle Azubis, die ihre Winterprüfung absolviert haben, seien übernommen worden. Zum 1. September sollen 26 neue Auszubildende eingestellt werden, 14 davon in Schönwald und zwölf in Weiden. Derzeit beschäftigt BHS Tabletop 805 Mitarbeiter.

Steigende Energiekosten

Der Krieg in der Ukraine beeinflusse BHS Tabletop im direkten Geschäft nur minimal. Der Umsatzanteil des Russlandgeschäftes liege unter 0,1 Prozent vom Gesamtumsatz.

Dagegen seien die stark ansteigenden Energie- und Gaspreise sowie die künftige Versorgungssicherheit elementar für die Geschäftsentwicklung - so wie generell in großen Teilen des produzierenden Gewerbes in Deutschland. "Das, was wir in Sachen Energieeinsparung und -effizienz beeinflussen können, gehen wir gegenwärtig an vielen Stellen bei der BHS an", so Diekmann.

 
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