Die Staatsregierung hat die Regeln für den Pfingsturlaub in Bayern weiter präzisiert. Demnach können ab dem 21. Mai in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 nicht nur Beherbergungsbetriebe, Campingplätze und Ferienwohnungen wieder öffnen, die Gäste dort dürfen in den Häusern auch im Innenbereich bis 22 Uhr bewirtet werden und Wellnesseinrichtungen nutzen. Das beschloss der Ministerrat am Montag. Einmieten dürfen sich zweifach Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 6 Jahren ohne Test, für alle anderen Gäste gilt eine Testpflicht. Maßgeblich für alle Öffnungsschritte ist, dass die Inzidenzzahl vorher mindestens eine Woche lang konstant unter 100 liegt.
In den betroffenen Regionen können auch Seilbahnen, die Schifffahrt und touristische Bahnverkehre den Betrieb wieder aufnehmen. Erlaubt sind zudem der Reisebusverkehr sowie Stadt-, Kultur- und Naturführungen im Freien. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen auch die Außenbereiche medizinischer Thermen öffnen. Es sei "nötig und verantwortbar", diese Schritte jetzt zu gehen, erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Geschlossen bleiben müssten aber Freibäder, Fitness-Studios und die Innengastronomie. Man werde hier aber die weitere Entwicklung auch in anderen Bundesländern beobachten. Vor allem die Innengastronomie müsse vor Pfingsten nach einmal Thema im Ministerrat werden, forderte Aiwanger.
Ebenfalls ab dem 21. Mai dürfen nach den gleichen Inzidenzvorgaben Amateur- und Laienensembles ihren Probenbetrieb wieder aufnehmen. Sie müssen sich dazu laut Staatskanzleiminister Florian Herrmann (CSU) an klare Hygienevorgaben halten. So dürfen an Proben in Innenräumen maximal zehn Personen mit Mindestabstand teilnehmen, im Freien 20. Für Kulturveranstaltungen im Freien sollen noch im Laufe der Woche Regelungen bekannt gemacht werden.
Noch keine Perspektiven auf weitgehende Lockerungen machte Herrmann den Regionen in Bayern mit einer Inzidenz unterhalb des Alarmwerts von 35. Aktuell sind das der Landkreis Neustadt/WN sowie die Stadt Passau. Theoretisch können dort zahlreiche Beschränkungen aufgehoben werden. Herrmann betonte jedoch, man wolle in der augenblicklichen Lage "hektische Aktionen vermeiden". Ziel sei es nun vorrangig, die gesamtbayerische Inzidenz unter den Wert von 100 zu drücken. Am Montag lag diese bei 120. Erst danach werde man über weitere Schritte entscheiden.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.