26.07.2026 - 08:02 Uhr

„Big Bang Theory“: Stuart kämpft im Multiversum

Gute Nachrichten für Zuschauer der beliebten Comedy-Serie „The Big Bang Theory“ um eine Gruppe Genies: Es gibt eine Nachfolgereihe, in der die bekannte Weltordnung in Gefahr ist.

Der ewige Pechvogel Stuart aus der beliebten Comedy-Serie „The Big Bang Theory“, die 2019 endete, erhält eine eigene Serie: Eine von Sheldon und Leonard gebaute Maschine ist außer Kontrolle geraten und bringt das Universum - genauer gesagt, das Multiversum mit Parallelwelten - durcheinander. Stuart soll nun die Ordnung wiederherstellen. Genau, ausgerechnet der unsichere und langweilige Stuart.

Die erste Folge des Spin-offs „Stuart fails to save the universe“ ist bereits beim Streamingdienst HBO Max zu sehen, bis 24. September folgt jeden Donnerstag eine weitere Folge. Das sollte man über die neue Serie mit zehn Episoden wissen:

Was war noch mal „The Big Bang Theory“?

Dreh- und Angelpunkt der sehr beliebten US-Sitcom war eine Clique von genialen, aber schrägen Wissenschaftlern. Der Alltag von Sheldon, Leonard, Howard und Raj veränderte sich langsam, aber dramatisch, nachdem die mitten im Leben stehende Penny in die Wohnung nebenan eingezogen war.

Wer das Spin-off schauen möchte, sollte nicht nur ein paar der Originalfolgen kennen, denn die neue Reihe baut konsequent auf die geschaffene Welt auf. Außerdem sind die neuen Hauptfiguren des nach „Young Sheldon“ und „Georgie & Mandy“ dritten Spin-offs Nebencharaktere in „The Big Bang Theory“.

Wer ist Stuart?

Stuart Bloom, die neue Hauptfigur, ist der glücklose, scheinbar depressiv-gestimmte Besitzer eines Comicladens in beiden Serien. Anfangs als schüchterner Sidekick gezeigt, der liebend gerne mit der Nerd-Clique um Sheldon und Leonard befreundet wäre, wird er in „The Big Bang Theory“ nach und nach festes Mitglied des Freundeskreises.

Eigentlich passt Stuart von Anfang an perfekt zum Rest der Clique - er ist liebenswert wie sie, er hat Schwierigkeiten im sozialen Umgang, insbesondere mit Frauen. Aber er ist eben kein Genie und wird daher auch gerne mal dafür von Sheldon verspottet.

Was sollte man zur neuen Serie wissen?

Die Serie erscheint als ein Experiment, das sich zwar inhaltlich ans Original bindet und gleichzeitig einen ganz neuen Fokus einnimmt.

Während die Originalreihe als klassische Comedy-Sitcom mit Publikumsgelächter angelegt war, handelt es sich im Spin-off um eine Science-Fiction-Comedy. Das Gefüge der Paralleluniversen wurde durcheinander gebracht und muss wieder hergestellt werden. Statt dem heilen, gemütlichem „The Big Bang Theorie“-Setting erwarten den Zuschauer hier dystopische Varianten der Realität.

Außerdem wird bei diesem Spin-Off nicht die Geschichte eines Hauptcharakters weitererzählt, sondern der Nebendarsteller Stuart darf in den Mittelpunkt rücken - er soll das Universum retten. Der Comicladenbesitzer wird in rund 20 Minuten kurzen Folgen von einer Welt in die nächste gezogen und kämpft dort darum, ein Quanteninterferenzgerät in die Hände zu bekommen. 

An seiner Seite sind ebenfalls zwar schon bekannte Figuren aus dem Serien-Kosmos, die aber bislang ebenfalls nur Gastauftritte hatten: der machtbesessene Quantenphysiker Barry Kripke, der erbitterter Feind von Sheldon war, der Geologe Bert, der einen Flirt mit Amy hatte, und Denise, die in „The Big Bang Theory“ Stuarts Mitarbeiterin und Freundin war. 

Mit ihnen reist der Zuschauer von Parallel-Welt zu Parallel-Welt, etwa mal in eine Zombie-Apokalypse, mal in eine KI-Dystopie. „Dabei begegnen sie Versionen bekannter und beliebter Charaktere aus "The Big Bang Theory" aus anderen Universen“, verriet HBO Max bedeutungsschwanger im Vorfeld des Streamingstarts. Ob auch die beliebten Hauptdarsteller Teil der Serie sind, wurde nicht verraten. In der bereits erschienen ersten Folge allerdings, so viel darf verraten werden, hat Raj Koothrappali (Kunal Nayyar) einen Auftritt.

Ihn entdecken die Weltenretter-Freunde eingesperrt in der Universität und Raj versteht wie sonst keiner im Umfeld der Gruppe, dass er nicht in seiner realen Welt ist: „Ich hatte Zeit, das alles herauszufinden. Und es stimmt definitiv etwas nicht mit dieser Realität.“

Wird es gut?

Es ist mal etwas anderes und es ist sicher ein Fest für Fans, die viele Bezüge und auch die eine und andere neue Information zu den Figuren erhalten dürften - Raj etwa lüftet seinen Beziehungsstatus in Folge eins. 

Interessant dürfte werden, ob im Laufe der ersten Staffel und vielleicht noch folgenden Staffeln Stuart und seine Nerd-Kumpels als neue Protagonisten das Charisma des Originalcasts entwickeln können. Denn „The Big Bang Theory“ lebte von seinen überzeichneten Figuren und ihrer wunderbaren Wandlung - sie waren zwar in der Filmwelt unscheinbare, von der Masse nicht beachtete Außenseiter, aber eben halt verhaltensauffällig und daher herausragend. 

Man wundert sich doch: Der bislang wirklich langweilige Stuart soll es nun sein - noch dazu Heldenfigur? Aber der Serientitel dämpft hierzu ja immerhin schon unerfüllbare Erwartungen: Dass hier nichts zu retten ist, ist die Story.

© dpa-infocom, dpa:260726-930-438958/1

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