Nach einem Feuer mit 38 Verletzten in einem Augsburger Mehrfamilienhaus ermittelt die Kripo nun gegen einen Bewohner. Dem 63-Jährigen werde fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen, sagte ein Polizeisprecher. Wie genau das Feuer entstanden ist, ist allerdings bislang nicht geklärt. Die Ursache müsse noch ermittelt werden, sagte der Sprecher. Der genaue Schaden ist nach wie vor ebenso unklar. Die Polizei geht von einem mindestens sechsstelligen Betrag aus.
Die Augsburger Berufsfeuerwehr hatte berichtet, dass nach dem Feuer vorläufig 16 Wohnungen aufgrund der durch die Flammen angerichteten Schäden oder wegen des Rauchs nicht mehr bewohnbar seien. Eine Sprecherin der Stadt Augsburg erläuterte, dass die Verwaltung deswegen 17 Personen in anderen Appartements untergebracht habe.
Flammen drohten auf weitere Stockwerke überzugreifen
Am Donnerstagvormittag war der Brand vermutlich im zweiten Geschoss des Gebäudekomplexes entstanden. Die Flammen schlugen dort meterhoch aus den Fenstern und drohten auf die darüberliegenden Etagen überzugreifen. Nach zwei Stunden war das Feuer gelöscht.
In der Wohnanlage leben mehr als 200 Menschen. Rund 20 Personen wurden über Leitern aus Wohnungen gerettet. Letztlich wurden 38 Personen leicht bis mittelschwer verletzt, elf davon mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei waren mit etwa 220 Einsatzkräften vor Ort.
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