Die etwas anderen Fragen an ... Christian Schindler (Freie Wähler, Schwandorf)

Der Direktkandidat der Freien Wähler im Wahlkreis Schwandorf im Kreuzverhör der anderen Art: Christian Schindler über eine Bundestags-Wette, die Hilfe seiner Mutter beim Bügeln – und einen schmerzhaften Kopfballversuch.

Christian Schindler kandidiert für die Freien Wähler als Bundestagskandidat in Cham.
von Julian Trager Kontakt Profil

Der 28-jährige Chamer ist stellvertretender Ordnungsamtsleiter seiner Heimatstadt und kandidiert für die Freien Wähler im Wahlkreis Schwandorf/Cham.

ONETZ: Mal ehrlich: Wie oft haben Sie in der Pandemie gegen die Corona-Regeln verstoßen? Welche war’s oder waren es?

Christian Schindler: Natürlich kann und konnte man sich nicht immer so an die Regeln halten, wie es die graue Theorie von der Bevölkerung eingefordert hatte. Meiner Meinung nach wurden die Bürger durch die Maßnahmen regelrecht in die Illegalität gezwungen. Distanz zu Freunden und Familie einzuhalten, ist nicht immer so einfach, wie man es sich vorstellt, vor allem an Weihnachten war es für mich nicht immer möglich, die Maßnahmen einzuhalten. Allerdings war ich stets bemüht, im Sinne des Infektionsschutzes die vom Staat geforderten Maßnahmen nach besten Wissen und Gewissen zu befolgen.

ONETZ: Würden Sie sich auch in Lederhose in den Bundestag setzen?

Christian Schindler: Warum nicht? Tatsächlich habe ich eine Wette mit einem Freund abgeschlossen: Wenn wir es tatsächlich schaffen sollten, in den Bundestag einzuziehen, dann setze ich mich mit Lederhose und Janker in die konstituierende Sitzung des Bundestages. Ich bin stolz auf die Tradition meines Bundeslandes. Davon unabhängig würde es manchen Damen und Herren im Bundestag vielleicht nicht schaden, dass man sieht, dass es in Deutschland auch noch eine Landbevölkerung gibt.

ONETZ: Über welche peinliche Aktion von Ihnen können Sie heute lachen?

Christian Schindler: Zum Glück stellen Sie diese Frage mir und nicht den Jungs aus meiner Handballmannschaft ... Bei einem Fußballspaßturnier vor ein paar Jahren in meiner Stadt – bei dem der Fokus vielleicht nicht immer auf der Fußballkunst, sondern auch auf das Trinkvermögen der einzelnen Spieler gelegt wurde – habe ich es doch tatsächlich geschafft, beim Kopfballversuch gegen die Torlatte zu springen und mir eine leichte Gehirnerschütterung zuzuziehen. Im Chamer Krankenhaus schüttelte die Ärztin den Kopf und meinte: „Vielleicht wollen Sie anstelle einer Narkose nochmal zum Fußballspielen aufs Feld zurück …“

ONETZ: Beschäftigen Sie zu Hause eine Reinigungskraft oder machen Sie selbst sauber?

Christian Schindler: Das wäre was. Nein, ich habe keine Kinder und lebe gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Schwester in einem klassischen Mehrgenerationenhaus. Für die Wohnung, in der ich lebe, brauche ich mit Sicherheit keine Putzfrau. Um den Haushalt kümmere ich mich selbst. Auch wenn meine Freundin über das Ergebnis womöglich nicht immer zufrieden ist. Der Vollständigkeit halber muss ich allerdings auch sagen, dass ich immer wieder glücklich bin, wenn meine Mutter mir meine Hemden bügelt. Wer bügelt schon gerne Hemden?

ONETZ: Was ist das teuerste Kleidungstück, das Sie besitzen?

Christian Schindler: Als ich die Frage gelesen habe, musste ich erstmal in meinen Kleiderschrank nachsehen. Ich denke das teuerste Kleidungstück, das ich mir bis dato gekauft habe, war mein blauer Strellson-Anzug, der auch auf meinen Wahlplakaten zu sehen ist. Diesen habe ich mir speziell für einen Ballabend in der neuen Chamer Stadthalle gekauft. Ich glaube der hat schon so zwischen 300 bis 400 Euro gekostet.

ONETZ: E-Bike oder noch normales Fahrrad – wie sind Sie unterwegs?

Christian Schindler: Ich bin nach wie vor auf dem klassischen Fahrrad unterwegs. Stand heute fühle ich mich auf einem nicht motorisierten Gefährt wohl. Ich habe auch nicht vor, etwas daran zu ändern. Grundsätzlich könnte ich mir schon vorstellen, ein E-Bike zu fahren, da warte ich aber lieber noch ein paar Jahre. Solange ich gesund und fit bin, ist ein elektrifiziertes Rad kein Thema für mich.

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Reden wir mal über was anderes: Wir haben den Direktkandidaten der größeren Parteien allesamt dieselben Fragen gestellt. Dabei geht es nicht um Politik, sondern um Privates.

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