Der Huawa und der Meier waren früher, jetzt kommt "Bumton"

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Er war einer der Mitbegründer der erfolgreichen Musik-Kabarettisten-Combo "Da Huawa, da Meier und i". Jetzt hat Schlagzeuger Siegfried Mühlbauer ein neues Projekt - mit dem er wegen Corona feststeckt. Eine neue Single soll wieder Auftrieb geben.

Siegfried Mühlbauer (r.) und die Mitglieder seiner neuen Formation "Bumton"
von Holger Stiegler (STG)Profil

"Bumton" – das klingt doch erst einmal interessant als Name für eine Musikband. "Kurz und einprägsam sollte er sein – und natürlich gut klingen", klärt Bandgründer Siegfried Mühlbauer auf. Der Chamer Musiker hat vor mehr als 20 Jahren schon einmal einen zwar etwas sperrigeren, aber ebenfalls einprägsamen und überaus erfolgreichen Bandnamen kreiert – nämlich "Da Huawa, da Meier und i". Mit seiner neuen Formation hat er am vergangenen Freitag die erste Single "Winter Hell" veröffentlicht. "'Bumton' lässt sich jedenfalls in jeder Sprache gut aussprechen, und wer will, kann auch einen tieferen Sinn hineininterpretieren – das überlassen wir der Fantasie der Zuhörer."

Gymnasiallehrer in Cham

Mit der Musik-Kabarettgruppe "Da Huawa, da Meier und i" spielte Mühlbauer fast 20 Jahre lang mehr als 1500 Konzerte in Deutschland und Österreich. Seit knapp drei Jahren ist diese Phase seines Lebens vorbei, 2018 erfolgte Mühlbauers Ausstieg aus der Erfolgstruppe. "Ich habe es ja damals unserer Fangemeinde gegenüber auch öffentlich klar formuliert: Es hatte sich viel verändert in meinem privaten Leben, und ich wollte mich beruflich neu orientieren und weiterentwickeln", erzählt Mühlbauer.

Bereits seit 2012 unterrichtet der heute 41-Jährige an einem Chamer Gymnasium, und seit 2017 ist er als Schlagzeuglehrer an der Landkreismusikschule Cham fest angestellt. Außerdem hat er nicht nur eine Familie, sondern auch einen kleinen, ökologisch bewirtschafteten Bauernhof mit Rindern, Hühnern und Bienen. Dass alles verträgt sich freilich nicht mit den zahlreichen Auftritten einer gefragten Combo wie "Da Huawa, da Meier und i".

Siegfried Mühlbauer verlässt den Huawa und den Meier

Die Liebe zur Bandmusik ist aber natürlich geblieben, allerdings stilistisch und auch sprachlich in einer anderen Form. "Es hat mich gereizt, etwas ganz anderes zu machen, und ich wollte nicht wieder in dieselbe Kerbe schlagen", bekennt der Meister des Schlagwerkes. Vor allem über Bandmitglied Luis Berra ist man zur englischen Sprache gekommen. "Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass wir mal ein Lied in italienischer Sprache machen", so Mühlbauer. Jedenfalls sei man dadurch nicht auf Bayern und wenige Nachbarländer beschränkt, sondern könnte auch international auftreten.

"Ich bin Bayer, ohne Frage. Aber ich bin weltoffen und fühle mich nicht nur deutsch, sondern vor allem als Europäer", so Mühlbauer. Es sei nicht immer von Vorteil, klein zu denken, denn die Menschen auf der ganzen Welt müssten sich vertragen und zusammenhelfen. Diese Botschaft stecke auch in der Musik. Die Formation, die sich auch ein Stück weit aus Zufall gefunden hat – dazu zählen neben Mühlbauer und Pianist sowie Sänger Luis Berra noch Bassist Toni Nachreiner, Saxofonist Daniel Schmidt und Gitarrist Thomas Fischer - probt und übt seit Herbst 2018, den ersten Auftritt gab es dann im November 2019. "Das war in einem Restaurant: Wir spielten zum Menü jazzig und nicht zu laut. Als dann das Dessert serviert wurde, haben wir mit unserem eigentlichen Programm begonnen", erinnert sich Mühlbauer. Da habe man dann auch als Band erlebt, wie vielseitig man sei.

Kein Geld für neues Album

Zwei weitere Auftritte gab es dann noch – und dann ereilte "Bumton" wie vielen anderen Künstlern im März 2000 das Corona-Schicksal. Im Sommer folgten einige Auftritte, bevor es wieder in den Lockdown ging. "Als Privatleute halten wir uns schon über Wasser. Ich bin im öffentlichen Dienst und will mich wirklich nicht beschweren. Als Band hat uns Corona und die damit verbundenen Regelungen aber quasi lahmgelegt", so Mühlbauer. Auf eine Single folgt bekanntermaßen oftmals auch ein ganzes Album – dieser Idee hängen auch die Musiker von "Bumton" nach. "Wir haben das Album eigentlich komplett im Kasten", so Mühlbauer.

Aber, so der Musiker, die fehlenden und abgesagten Auftritte hätten auch dafür gesorgt, dass für Mixing und Mastering, Artwork, Layout und fürs Pressen schlichtweg das Geld fehle.

Auftritte für 2021 geplant

Die Hoffnung ist jetzt, dass viele Musikinteressierte die Single "Winter Hell" auf der Band-Homepage erwerben und downloaden. "Wir wollen die Lust wecken auf weitere abwechslungsreiche und gute Songs, die Spaß machen und Gefühle hervorrufen".

Für das kommende Jahr 2021 stehen auch schon einige Auftritte im Terminkalender der Band - unter anderem am 15. Juli in Cham bei "Sommer am Regenbogen", sowie am 1. Oktober in der Historischen Druckerei Seidel in Sulzbach-Rosenberg. www.bumton.de

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