Cham in der Oberpfalz
04.10.2020 - 14:30 Uhr

Rasante Verfolgungsjagd bis in die Oberpfalz

Ein 49-Jähriger hat sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Auf seiner halsbrecherischen Flucht von Niederbayern in die Oberpfalz ignorierte er jegliche Verkehrsregeln. Sein Motiv ist unklar.

Symbolbild. Bild: Marcus Führer/dpa
Symbolbild.

Am Samstagvormittag ist es zu einer Verfolgungsfahrt vom niederbayerischen Viechtach bis in die Innenstadt von Cham gekommen. Ein Verkehrsteilnehmer hatte der Polizei mitgeteilt, dass ein weißer Audi mit österreichischer Zulassung auf der B 85 von Regen Richtung Viechtach fährt und immer wieder bei Gegenverkehr auf die Gegenfahrbahn kommt.

Bei Viechtach sollte der Pkw nun zur Verkehrskontrolle angehalten werden. Der Fahrer zog es jedoch vor, mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Oberpfalz zu flüchten. Der Audi-Fahrer überholte dabei mit hoher Geschwindigkeit trotz Gegenverkehrs und unübersichtlichen Kurven.

Geisterfahrt im Kreisverkehr

Die Flucht ging auf der B85 über Miltach und Chamerau in Richtung Cham weiter. In Chamerau durchfuhr der Flüchtende den Kreisverkehr einfach in entgegengesetzter Richtung, wobei er beinahe mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen wäre. Auf Höhe B 20 Cham-Mitte versperrte ihm schließlich ein Streifenwagen der Polizeiinspektion Cham den Weg, er fuhr deshalb entgegen der Fahrtrichtung den Zubringer zur B 85 Richtung Roding – obwohl ihm dort Fahrzeuge entgegenkamen. Weiter ging die Flucht über die Janahofer Straße in die Stadtmitte von Cham, dabei überfuhr er mit etwa 100 km/h rote Ampeln. Auf Höhe der Badstraße konnte das Fahrzeug letztlich durch die Streifen der PI Viechtach und PI Cham gestoppt werden.

Psychischer Ausnahmezustand

Der Fahrer, ein 49-jähriger Mann aus Österreich, der sichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand war, wurde vorläufig festgenommen, ihm stehen nun Ermittlungen wegen verschiedenster Verkehrsstraftaten ins Haus. Das Motiv für die Tat vermutet die Polizei im privaten Bereich, Alkohol hatte er keinen konsumiert. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg musste der Mann seinen Führerschein abgeben. Er befindet sich jetzt in einer Fachklinik. Verkehrsteilnehmer, die durch den weißen Audi gefährdet wurden, sollen die Polizei kontaktieren.

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